Kritik zu Vacuous IN HIS BLOOD

Vacuous IN HIS BLOOD

Death Metal, Relapse/Membran (2 Songs / VÖ: 28.2.)

Vacuous aus London haben sich dem Death Metal verschrieben, allerdings mit einer Prise Punk und Hardcore. Anspruch des Quintetts: Death Metal so abwechslungsreich zu halten, wie es in den Anfangstagen der Szene üblich war, als sich verschiedene Strömungen zu entwickeln begannen. Als Beispiele werden Autopsy, Obituary oder Incantation genannt, doch insbesondere alte Carcass schimmern beim Opener und Titel-Track von IN HIS BLOOD durch. Die Band will es angeblich vermeiden, zu berechenbar zu klingen … Ein Song wie ‘Hunger’ sei beispielsweise mit dem Anspruch entstanden, einen The Cure-Vibe in Death Metal-artige Strukturen zu packen. Nun, bis auf die Akustikgitarren am Anfang sind die möglichen Parallelen allerdings minimal. Zu brachial, das Ganze. Doch Vacuous können durchaus langsamer, wie im Doom-lastigen ‘Public Humiliation’, welches eine dichte, düstere Atmosphäre entfaltet.

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Ähnlich dem Debüt DREAMS OF DYSPHORIA sind dies letztlich die herausragenden, eigenständigen Elemente, von denen man sich mehr wünschen würde. Was nicht heißt, dass die eher generischen Death Metal-Elemente (sprich: simples Geknüppel) keine Daseinsberechtigung im Sound von Vacuous haben, dienen sie doch im Song-Kontext der Auflockerung und Abwechslung. Dennoch: IN HIS BLOOD wirkt am überzeugendsten bei den langsamen, teils auch melodischen Parts.

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Quelle: METAL HAMMER.de