Kritik zu Wrath Of Logarius CROWN OF MORTIS

Bereits im ersten Song ‘Keeper Of The Spectral Legion’ legen Wrath Of Logarius die Messlatte für kommende Blastbeat-Eskapaden hoch. Sagen wir mal so: Wenn Schlagzeuger Lord Marco nach Anschlägen bezahlt würde, führe er mit einem Ferrari aus dem Studio heim. Mit fortlaufender Spielzeit zeigt sich, dass es das US-Quartett ernst meint mit dem Blastbeat-Fetisch. Und, ja, dieser Fokus kann in seiner Vehemenz und Kompromisslosigkeit selbst hartgesottene Extrem-Metal-Fans übersättigen – zumal der hohe Kreischgesang von Noctifer zusätzlich an den Nerven zerrt. Immerhin bauen Wrath Of Logarius an strategischen Stellen Midtempo-Passagen zum Verschnaufen ein. Dennoch, nach komplettem Durchhören der Scheibe erschließt sich, warum die Band proklamiert, das Genre des Formless Black Metal erfunden zu haben.
Wirklich ohne Form ist CROWN OF MORTIS zwar nicht, aber die Intensität der Blastbeats hat durchaus das Potenzial, jegliche Struktur unter ihrer eindringlichen Monotonie zu begraben und als einzig dominierendes Element wahrgenommen zu werden. Auf der anderen Seite kann man den Jungs mangelnde Intensität definitiv nicht vorwerfen. Wer mit derartigen Extremen nichts am Hut hat, darf ruhig einen großen Bogen um CROWN OF MORTIS machen, der Rest zumindest mal neugierig reinhören.
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Quelle: METAL HAMMER.de
















