„Wir haben uns nichts zuschulden kommen lassen.“

Das vergangene Jahr war ziemlich turbulent für Cradle Of Filth. Der Abgang von Zoë Marie Federoff und Marek „Ashok“ Šmerda im August haben, hat eine regelrechte Lawine an Vorwürfen in Gang gesetzt. Allen voran warf das Ehepaar Federoff/Šmerda Dani Filth und dem Management Ausbeutung und unprofessionelles Verhalten und das Aufsetzen „psychopathischer“ Verträge vor. Es folgten Anschuldigungen seitens des Bandchefs und letztlich eine Sammelklage mehrerer ehemaliger Bandmitglieder.

Zu den Klagenden gehören neben Federoff und Šmerda der langjährige Gitarrist Paul Allender, die ehemalige Keyboarderin und Sängerin Lindsay Matheson (Lindsay Schoolcraft), der ehemalige Gitarrist Richard Shaw und Sasha Baxter (Sasha Massacre), die in zwei Musikvideos der Band auftrat. In der Klageschrift ist unter anderem von unerlaubter kommerzieller Nutzung der Abbildungen der Kläger sowie nicht gezahlte Lizenzgebühren die Rede. Darüber hinaus sind persönliche Beschwerden im Schriftstück aufgeführt. Ausstehende Gagen, Zerstörung von Equipment und Rufschädigung sind einige Punkte.

Aufgebauscht

Im Interview mit Hot Metal hat sich Dani Filth nun zu der kontroversen Situation geäußert. „Wir haben das einfach ignoriert. Wir – als Menschen, als Band und auch ich persönlich – hatten uns absolut nichts zuschulden kommen lassen. Die Sache wurde völlig aufgebauscht.“ Ihm zufolge habe die Sache keinerlei Auswirkung auf Cradle Of Filth gehabt, und alles sei in gewohnten Bahnen weitergegangen. Zum Glück für die Band und die Fans waren schnell Ersatzmusiker gefunden.

„Es ist wirklich schade, dass so etwas passiert. Aber das Leben hält ständig unvorhergesehene Wendungen bereit“, meint Filth weiter. Jenen, die die zahlreichen Besetzungswechsel bei Cradle Of Filth kritisieren, hat der britische Sänger zu sagen: „Bands entwickeln sich weiter. Niemand beschwert sich wirklich am Arbeitsplatz, wenn jemand das Büro, das Plattenlabel, die Radiosendung oder das Magazin verlässt. Es geht einfach darum, sich zu wandeln und zu überleben.“

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Am Keyboard stieß die Amerikanerin Kelsey Peters zur Band, und Ashoks Lücke an der Gitarre füllte erst der Tscheche Jiří Háb und nun der Brite Joff Bailey (Savage Messiah). Es bleibt dennoch spannend, wie es in der Schlammschlacht weitergeht und wie gut das aktuelle Line-up auf Platte funktioniert. Laut Filth arbeitet die Band nämlich gerade am Nachfolger zu THE SCREAMING OF THE VALKYRIES.


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Quelle: METAL HAMMER.de