Kritik zu Quicksand BRING ON THE PSYCHICS
Ehrlichkeit und Direktheit sind die klare Devise auf BRING ON THE PSYCHICS. Quicksand verzichten komplett auf unnötigen Ballast und liefern ein Werk ab, das genau weiß, wann es Druck machen muss und wann Zurückhaltung deutlich mehr Wirkung entfaltet. Dabei klingen die Post Hardcore-Veteranen weder wie eine Band, die ihrer Vergangenheit hinterherläuft, noch wie jemand, der zwanghaft modern wirken will. Stattdessen verbindet die Platte die rohe Energie früherer Releases mit den atmosphärischen und experimentellen Ansätzen der neueren Jahre erstaunlich selbstverständlich. Die meisten Songs bleiben kurz, kommen schnell auf den Punkt und verlieren trotzdem nie ihren Groove. ‘Get To It’ eröffnet mit punkiger Attitüde, treibenden Gitarren und genau der Art von Energie, die sofort zündet. ‘Regenerate’ geht ähnlich direkt nach vorne, bringt dabei aber eine fast schon positive Grundstimmung mit. Walter Schreifels klingt dabei nie pathetisch oder künstlich emotional. Seine Stimme wirkt eher so, als würde er Gedanken ungefiltert rauslassen. Auch musikalisch bleibt das Album ständig in Bewegung: ‘Agency’ arbeitet mit Tempowechseln, ‘Supercollider’ und ‘Cool Guy’ grooven sich tief fest, und der Titel-Song bringt den Druck sofort auf den Punkt. Trotz aller Härte wirken die einzelnen Stücke dabei nie monoton, weil Quicksand ihren Tracks genug Raum zum Atmen lassen. Genau darin liegt die Stärke von BRING ON THE PSYCHICS.
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Quelle: METAL HAMMER.de

















