Flotsam And Jetsam-Sänger vermeidet politische Positionierung

In einem neuen Interview mit der portugiesischen Website Metal Global positionierte sich Flotsam And Jetsam-Sänger Eric „A.K.“ Knutson in der Debatte, ob Politik in die Musik gehöre. „Es gibt Vor- und Nachteile, wenn man seine eigene Meinung zu etwas niederschreibt“, sagte er. Persönlich habe er sich jedoch klar für ein Lager entschieden. „Ich versuche, es einfach zu lassen. Meine Lieder erzählen Geschichten, die so offen sind, dass jeder sich selbst entscheiden kann, ob sie es so oder so verstehen möchten.“ Das sei jedoch Generationssache, fuhr er fort. „Der Generation zu der ich gehöre, zu der die ganze Band gehört, wurde eingetrichtert, bloß nicht über Politik oder gar Religion mit Leuten zu sprechen, weil man auf jeden Fall jemanden verliert. Man würde einen Freund verlieren, oder in diesem Fall einen Fan, wenn man über Politik oder Religion spräche.“
Der einfache Weg ist der unentschiedene
Dieses Risiko reicht dem Sänger, um ganz die Finger von den Themen zu lassen. „Es ist und war schon immer ein Thema, was die Menschheit gespalten hat, sodass man nicht einfach eine Seite wählen kann. Jedes Mal würde man das halbe Publikum verlieren.“ Anstatt diesen Weg zu wählen, entschied sich Knutson also für den angenehmsten. „Ich versuche einfach, Zeug zu schreiben, mit dem beide Seiten etwas anfangen können. So können sie selbst entscheiden, worum es in dem Lied eigentlich geht.“
Flotsam And Jetsam-Sänger hegt Einstellung auch abseits der Musik
Diese Einstellung hegt der Flotsam And Jetsam-Sänger jedoch nicht nur in seinem musikalischen Leben. „Du kannst deine Meinung haben, ich habe meine“, fasste er pragmatisch zusammen. „Vielleicht ändert einer von uns die Meinung des anderen und man rückt mit der Zeit näher zusammen. Aber solange wir uns unterhalten können und uns daran erinnern, dass wir Freunde sind, interessiert es mich nicht, ob sich seine Einstellung völlig von meiner unterscheidet. Wenn ich einen Notfall habe, wird er da sein.“ Diesen Grundsatz wünscht sich Knutson auch in einem größeren Maßstab. „So sollte man in einer Gesellschaft aufeinander schauen, das machen wir aber nicht.“ Für dieses Phänomen hat er einen Schuldigen gefunden. „Ich glaube es sind die neueren Generationen. Sie wurden zu sehr in Watte gepackt.“ Abschließend schloss er mit den Worten: „Ich respektiere jeden solange, bis er mir einen Grund gibt, dies nicht zu tun. Es interessiert mich nicht, ob sich unsere Meinungen oder Weltbilder unterscheiden.“
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Quelle: METAL HAMMER.de
















