Cannibal Corpse: Tourneen sind weniger aufregend

Wenn man nicht gerade auf einem Niveau wie Kiss um die Welt reist, können Tourneen für Musiker auf Dauer ganz schön anstrengend werden. Das haben nun auch Cannibal Corpse festgestellt, wie Schlagzeuger Paul Mazurkiewicz im Interview mit Pod Scum erzählte. Dennoch hat er Methoden, um für sich das Reisen im Tourbus erträglicher zu machen.
Weniger aufregend
Auf die Frage, wie sich Tourneen für die Band über die Jahre verändert haben, antwortet der Schlagzeuger: „Sie sind definitiv anders. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass alles noch immer so aufregend und begeisternd ist wie in den Anfangstagen. Natürlich. Aber wir müssen das tun, das ist Teil unseres Jobs und wir wollen natürlich auch rausgehen und für die Fans spielen.
Aber je älter wir werden, desto schwieriger wird es, von zu Hause weg zu sein und mit einem Haufen Leute in einem Bus zu leben. Deswegen muss man das Beste daraus machen. Wir tun das schon unser ganzes Leben lang, insofern haben wir natürlich Erfahrung darin, wie man das anstellt und unterwegs lebt, anstatt zu Hause zu sein“, meint er.
Das Älterwerden
Der Musiker führt weiter aus: „Für mich ist es letztendlich ähnlich wie das Älterwerden generell. Dasselbe gilt auf Tournee: Ich muss gut essen, genug trinken und vernünftig schlafen. Ich gehe jeden Tag spazieren, um ein wenig gute Bewegung zu bekommen. Außerdem hilft mir das auch, bei Sinnen zu bleiben, weil es schon ein bisschen schwierig ist, wenn man mit zehn Kerlen in einem Bus ist.
Je älter wir jetzt werden, desto seltener finden die Tourneen statt, aber das ist auch in Ordnung. Wenn wir in dieser Hinsicht das Beste herausholen können, sind wir alle froh. Man gewöhnt sich daran, zu Hause zu sein, entweder alleine, mit der Familie, Frau oder Freundin, und dann muss man plötzlich auf Tour und leben wie in alten Zeiten. Das ist schon hart, aber wir machen das Beste daraus“, erzählt Mazurkiewicz.
Er erklärt: „Man muss nur diese Möglichkeiten ergreifen, wie ich schon sagte: spazierengehen und von allem wegkommen. Das Großartige daran, auf Tour zu sein, wenn man schönes Wetter hat, ist, dass man das alles problemlos tun kann. Ich lebe seit 30 Jahren in Florida. Ich bin jetzt Floridianer, und wenn man auf eine Wintertournee geht, bei der man sich einpacken muss und es schneit oder regnet, kann man das alles nicht tun. Mir ist es wichtig, frische Luft schnappen zu können und mal von allen wegzukommen. Das ist aber nur schön, wenn es das Wetter erlaubt.
—
Bestens informiert über dieses und alle weiteren wichtigen Themen im Metal bleibt ihr außerdem mit unserem Newsletter. Einmal pro Woche flattert euch übersichtlich sortiert ein Update ins Postfach. Einfach anmelden, damit euch auch sicher nichts entgeht.
Quelle: METAL HAMMER.de
















