Thomas Jensen (Wacken) gedenkt Angry Anderson (Rose Tattoo)

Die Rock- und Metal-Welt trauert um Angry Anderson. Nach dem Tod des Rose Tattoo-Sängers gedenken ihm zahlreiche Weggefährten.
Angry Anderson verstarb am Montag, den 21. September 2026. Der Rose Tattoo-Musiker wurde 79 Jahre alt.
Zu den Trauernden zählt unter anderem Thomas Jensen: Der Wacken Open Air-Mitbegründer zählte seit Jahren zu den engen Vertrauten von Angry Anderson. Als Rose Tattoo-Fan lud er die Australier nicht nur wiederholt auf das Wacken Open Air ein, sondern organisierte auch Tourneen und zählte den verstorbenen Angry Anderson zu seinen Freunden.
Thomas Jensens persönliche Erinnerungen an Angry Anderson
„,He’s gone, mate. Angry’s gone’“, beginnt Thomas Jensen seinen Nachruf auf Angry Anderson. „Es gibt Sätze, die man einfach nicht hören will. Angry Anderson ist gestorben, und ich trauere um einen echten Freund. Wir kannten uns seit Ende der 90er.“ Neben historischen Erinnerungen teilt er auch seine Eindrücke vom letzten Rose Tattoo-Gig auf dem Wacken Open Air 2026 im August, bevor er einen Blick in sein privates Fotoarchiv gewährt:
„Nach der Nachricht von seinem Tod habe ich meine alte Fotosammlung durchgeschaut und ein Bild aus Salzgitter gefunden. Das muss 2000 gewesen sein, als für Rose Tattoo ein neues Kapitel in Europa losging. Auf dem Bild stehen wir am See: Angry, Pete Wells, Thomas Hess und ich. Angesichts des Fotos wurde mir einmal mehr bewusst, wie viel Leben seitdem vergangen ist. Wie viele Bühnen, Reisen, verrückte Geschichten und gemeinsame Momente darin stecken. Und wie viele Menschen fehlen…
Angry war für mich nie einfach der Sänger von Rose Tattoo. Er war ein wahrer Freund. Genau deshalb fällt mir dieser Abschied so verdammt schwer. Danke für all die Jahre, Angry. Danke für die Musik und diese besondere Verbindung. Tatts Forever – Forever Tatts!“
In den Kommentaren legt Thomas Jensen nach: „Eine meiner liebsten Erinnerungen stammt von der Guns-N’-Roses-Tour in Australien. Angry sollte mit Axl singen, also fuhr er jeden Tag zum Soundcheck. Im Pick-up, mit einer kleinen Handwerkertasche, pünktlich zum Dienst! Nur Axl kam nie. Das wiederholte sich jeden verdammten Tag, bis zur letzten Show in Sydney. Da klappte es endlich. Irgendwann ging es darum, den Song in einer anderen Tonart zu spielen, und jemand fragte Angry, ob er das überhaupt singen könne. Seine Antwort:„I can sing that fucking song in any key.“ Das war Angry!“
Zu den weiteren Trauernden aus der Rock- und Metal-Welt zählen unter anderem das Label Steamhammer, Böhse Onkelz und Scorpions:
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Quelle: METAL HAMMER.de
















