Kritik zu Gåte SIGIL
Müsste SIGIL mit einem Wort beschrieben werden, wäre es „intensiv“. Auf ihrer neuesten Schöpfung vereinen Gåte alles, was sie seit jeher ausmacht. Mit ‘Bergteken’ eröffnen ursprünglich-traditionelle Klänge aus den Nordlanden das Album. Zum Ende hin wird die Nummer rockig, fast schon etwas chaotisch, deshalb aber nicht minder kraftvoll. Mit ähnlichem Gefühl und jeder Menge Metall unter der Haube macht ‘Oskorsreia’ seine Aufwartung. Hier reißt der gespenstische Zug der Wilden Jagd klanglich alles mit sich. Getoppt wird die Nummer mit ‘Sannsiger’. Mit Piano beginnend, greift dann ein überraschend poppiger Beat um sich, ehe der Gesang von Gunnhild Sundli und Heilungs Maria Franz einsetzen. Im Zusammenspiel mit traditionellen Instrumenten wirkt das Stück wie ein famos-wütendes Ritual. Bei ‘Nokon’ stehen die männlichen Stimmen im Vordergrund. Und auch hier findet ein wilder, fast schon Trance-artiger Mix aus synthetischen und ursprünglichen Klängen statt. ‘Songen’, ‘Strandvaskar’ und ‘Bòd frå djupet’ muten ebenfalls recht poppig an. Erst mit ‘Aude’ kommt eine folk-metallische Dunkelheit zurück, die mit ‘Mi Jord’ formvollendet wird. Gleich dem Gletscher im norwegischen Jostedal schiebt sich ‘Jostedalsrypa’ gemächlich in den Gehörgang und finalisiert die Platte auf berührende Weise. Abgesehen von den sehr synthetischen Ausflügen in der Albummitte (die jedoch auch ihre Berechtigung haben) ist SIGIL ein gelungenes Werk mit reichlich Abwechslung.
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Quelle: METAL HAMMER.de

















