Kritik zu Linkin Park UNSHATTER

Fünf Jahre nach dem Tod von Chester Bennington haben sich Mike Shinoda und Co. wieder aneinander rangetraut – ab dieser Schwelle erzählt ‘Unshatter’ die Neugruppierung von Linkin Park. Nach dem euphorisch-mitreißenden Beginn der Dokumentation um das FROM ZERO-Release-Konzert in São Paulo regt sich zunächst die Befürchtung, Regisseur Joe Hahn (der bekanntlich auch den DJ in der Band gibt und bereits diverse Musikvideos verantwortet hat) könnte ein reines Propagandamachwerk zusammengeschustert haben.

Das trifft zum Glück nicht zu. Immer wieder lässt Hahn die Musiker sich selbst und das Geschehen reflektieren. Als Widerspruch in sich entpuppt sich Emily Armstrong: in den Aufnahmestudios und in privaten Momenten kaum zu bändigen und nur so vor liebenswert-chaotischer Energie sprühend – aber wer das Sextett jüngst live gesehen hat, fragt sich, wo diese Frau gerade steckt, und wann sie das endlich vollkommen befreit auf die Bühne bringt. Natürlich feiern sich die Stadion-Rocker selbst – geschenkt. Auch wenn ‘Unshatter’ nichts wirklich bahnbrechend Neues offenlegt, dürfte jeder Fan diese Doku genießen.



Quelle: METAL HAMMER.de