Auszeichnung für Vermächtnis als Musikvideo-Pioniere

Nirvana waren Anfang der Neunziger die Speerspitze einer ganzen Bewegung. Insbesondere mit dem ikonischen Album NEVERMIND (1991) und dem Hit ‘Smells Like Teen Spirit’ ging seinerzeit ein Ruck durch die Musikwelt. Grunge war nicht nur Musik; es war eine neue Form der Rebellion der sogenannten Generation X, und Frontmann Kurt Cobain war deren Sprachrohr wider Willen.
Mit dem tragischen Tod von Cobain im April 1994 löste sich die Band auf, erhielt jedoch weiterhin zahlreiche Auszeichnungen. Bis heute haben Nirvana nichts von ihrer Faszination verloren. Songs wie ‘Heart Shaped Box’, ‘Lithium’, ‘In Bloom’ oder ‘Come As You Are’ sind inzwischen wichtige Monumente der Musikgeschichte. Auch die Auftritte und Videos waren anders: roh, verstörend, melancholisch und mit viel Tiefgang.
Nachhallende Kunst
Genau dafür haben Dave Grohl, Krist Novoselic und Pat Smear nun eine weitere Auszeichnung erhalten. Am Sonntag, den 27. September 2026 erhielten die verbliebenen Mitglieder bei den MTV Video Music Awards 2026 den Video Vanguard Award. Chuck D von der Hip-Hop-Formation Public Enemy überreichte den Preis, mit dem das Vermächtnis von Künstlern als Pioniere des Musikvideos gewürdigt wird. Zudem wurde eine Kompilation mit den ikonischen Musikvideos von Nirvana sowie Archivaufnahmen des verstorbenen Kurt Cobain gezeigt.
Während sich Dave Grohl eher ruhig verhält und sich Gitarrist Pat Smear auf der Bühne ganz ungeniert eine Zigarette anzündet, hält Krist Novoselic die Dankesrede. Der Bassist erklärt: „Diese Auszeichnung weckt so viele Erinnerungen an die Produktion dieser Videos. Wir denken an die dystopische Schulversammlung mit anarchistischen Cheerleadern, unsere Version eines Auftritts in der Ed Sullivan Show, den Auftritt auf einem Mohnblumenfeld à la ‘Der Zauberer von Oz’ und vieles mehr.“
Laut Novoselic stammen die Ideen zu den Videos allesamt „der Vision eines der größten Künstler aller Zeiten: Kurt Cobain. Kurt war einzigartig. Niemand von uns hätte sich vorstellen können, dass unsere Band, unser Sound oder unsere Ästhetik für so viele Menschen solch eine Bedeutung haben würden. Doch letztlich entwickelte die Musik ein Eigenleben. Sie schlug ihren ganz eigenen Weg ein. Nirvana berühren die Menschen auch heute noch so tief, weil sie sich nach Authentizität sehnen – nach etwas Echtem, etwas Kompromisslosem. Nach etwas, das einem vermittelt, dass es völlig in Ordnung ist, so zu sein, wie man ist. Kurt hätte dieses Vermächtnis geliebt.“
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Quelle: METAL HAMMER.de
















