Sein Entzugstipp, der Jamey Jasta rettete

James Hetfield von Metallica gab dem Hatebreed-Sänger Jamey Jasta einen besonderen Rat, der diesem bei seinem Entzug geholfen hat. Jasta hat bereits in der Vergangenheit über Hetfields positiven Einfluss auf seine Abstinenz gesprochen. In einem Interview mit dem britischen METAL HAMMER verriet Jasta nun, welchen Rat ihm der Metallica-Frontmann gab, als sie sich 2008 hinter der Bühne bei einer MTV-Veranstaltung trafen.
James Hetfield: Der erste nüchterne Auftritt ist der schwerste
„Ich war Metallica bereits zu großem Dank verpflichtet, weil sie das Musikvideo zu ‘Perseverance’ [Hatebreed] gespielt hatten, als sie [MTVs] ‚Headbanger’s Ball‘ (2003) moderierten“, erinnert sich der Hatebreed-Frontmann. „Als ich später selbst Moderator der Show wurde, erzählte ich ihnen, dass ich zu dieser Zeit versuchte, nüchtern zu bleiben. Hetfield sagte: ‚Du musst nur die erste Sendung überstehen.‘“
James Hetfield betonte, dass der Anfang jedes Entzugs am schwersten sei. „Man muss einfach wissen, dass man auch nüchtern einen Auftritt hinbekommt. Sobald man das einmal geschafft hat und ein paar Auftritte hinter sich hat, wird es mit der Zeit immer besser. Nur am Anfang fühlt es sich an wie eine absolute Unmöglichkeit“, begründete das Metallica-Gründungsmitglied.
Hetfield ist selbst zwischen 2001 und 2002 während der turbulenten Aufnahmen zum Album ST.ANGER durch einen Entzug gegangen. Sein Weg zur Abstinenz wurde auch in dem Kultdokumentarfilm ‘Metallica: Some Kind Of Monster’ (2004) festgehalten.
Jamey Jasta: „Ein großartiger Lebensratschlag“
Jamey Jasta hat dieser Ratschlag in vielen Facetten seines Lebens geholfen, nicht nur während seines Entzugs. „Das ist einfach ein großartiger Lebensratschlag für alles. Was auch immer man für unmöglich hält – wenn man es erst einmal geschafft hat, ist das das beste Gefühl überhaupt. Weil man sich selbst gesagt hatte: ‚Oh, das ist verdammt noch mal unmöglich.‘“ Jasta ist laut eigenen Angaben seit über zehn Jahren abstinent von Alkohol.
James Hetfield inspirierte durch seinen offenen Umgang mit Entzug
Hetfield gab im September 2019 bekannt, sich erneut in eine Entzugsklinik begeben zu haben. Jasta veröffentlichte damals einen emotionalen Post auf den Sozialen Medien. In diesem erzählte er bereits von Hetfields Einfluss auf seine eigene Abstinenz.
„Ich bin seit über zwanzig Jahren intensiv auf Tour und hätte das Trinken nicht aufgegeben, wenn es James als Vorbild nicht gegeben hätte“, schrieb Jasta damals.
„James bei MTV zu treffen und mit ihm über mein Alkoholproblem zu sprechen, hat mir wirklich die Augen geöffnet. Er ist Mitglied einer der größten Bands der Welt, steht unter enormem Druck und trägt eine riesige Last. Er hat mich wirklich zum Nachdenken gebracht. Wenn er es schaffen konnte, dann kann ich es auch.“
Jamie Jasta: „Gesundheit ist alles“
Der Hatebreed-Sänger betonte, dass die Gesundheit von Musikern vor den Verpflichtungen gegenüber Fans stehe: „Gesundheit ist ALLES. Keine Tour, kein Album und kein Berg von Verpflichtungen ist es wert, wieder in den Abgrund aus Alkohol und Drogen zu stürzen.“
Mit seiner Ehrlichkeit über Suchtprobleme inspirierte James Hetfield viele Musiker der Szene zu einem offenen Umgang mit eigenen Krisen und dem Entschluss, dauerhaft abstinent zu leben. Auch Lamb Of God-Sänger Randy Blythe und The Cult-Schlagzeuger Matt Sorum nannten Hetfield als treibende Kraft hinter ihrer Entscheidung, sich in einen Entzug zu begeben.
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Quelle: METAL HAMMER.de
















