„Mein Bauchgefühl hat mir davon abgeraten.“

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METAL HAMMER: Henkka, es ist nun einige Monate her, dass Children Of Bodom in Helsinki zwei ausverkaufte Shows mit Samy Elbanna an Gitarre und Mikrofon gespielt haben. Nächstes Jahr gastiert ihr auf zahlreichen Festivals. Hast du mittlerweile realisiert, dass Children Of Bodom wieder aktiv sind?
Henkka Seppälä: Die Konzerte im Tavastia in Helsinki waren eine Nagelprobe. Wir waren alle sehr nervös und angespannt und wussten: Wenn das nicht funktioniert, würden wir nicht weitermachen. Es war das erste Mal seit 2019, dass wir wieder zusammen auf der Bühne standen, noch dazu mit zwei neuen Mitgliedern. Doch die Stimmung in der Band und das Feedback des Publikums haben uns eine Menge Selbstvertrauen gegeben. Dass jetzt so viele Sommer-Festivals Interesse haben, ehrt uns natürlich unheimlich.
MH: Passend dazu wird euer Debütalbum SOMETHING WILD nächstes Jahr 30. Und auch wenn Alexi Laiho tragischerweise nicht mehr bei uns ist: Hättest du damals als Teenager in den frühen Tagen von Bodom gedacht, dass die Welt auch noch drei Jahrzehnte später nicht genug kriegen kann von dieser Band?
HS: Ach, überhaupt nicht! (lacht) Unser erster Plattenvertrag war etwas komplett Surreales. Damals unterschrieben wir für drei Platten, und das erschien uns schon extrem lang. Ich weiß noch, wie wir damals dachten: Wenn wir diesen Vertrag erfüllt haben, stehen wir da, wo Amorphis damals gerade mit ELEGY standen. Nur dass niemals jemand gedacht hätte, dass wir auch ansatzweise so groß werden würden.
Das Bauchgefühl hat abgeraten
MH: Auch Moon Shot haben seit ihrer Gründung 2019 ordentlich Strecke gemacht. THUNDERLUST ist schon die dritte Platte dieser Band, die du direkt nach dem Auseinanderbrechen von Children Of Bodom gegründet hast. Wie war es eigentlich für dich, eine ganz neue Band zu gründen?
HS: Damals bekam ich viele Angebote von großen Bands, bei ihnen einzusteigen, doch mein Bauchgefühl hat mir immer davon abgeraten. Children Of Bodom ist die einzige Band, mit der ich Metal spielen kann. Ich wusste also, dass ich einen ganz anderen Weg einschlagen muss.
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Quelle: METAL HAMMER.de
















