Kritik zu Signum Regis BEYOND SPACETIME

Manche Bands haben nach einem Ausstieg am Mikro gar keinen Sänger, Signum Regis plötzlich einige: Nachdem Jota Fortinho 2024 ausgestiegen war, kehrten während der Entstehung von BEYOND SPACETIME sowohl er als auch sein Vorgänger Mayo Petranin zur Truppe zurück. Macht aber nix – kurz vor dem zwanzigsten Band-Jubiläum gönnen sich die Slowaken ­einige Gastsänger. Neben Petranin und Fortinho sind Tim „Ripper“ Owens
(Ex-Judas Priest), Matt Smith (Theocracy), Ralf Scheepers (Primal Fear), Johnny ­Gioeli (Hardline, Axel Rudi Pell), Tasos Lazaris (Steel Arctus, White Wizzard) und David Åkesson (Symphonity, Quantice) zu hören. Victor Smolski (Almanac, Ex-Rage) steuert darüber hinaus ein Gitarrensolo zu ‘Throne Of Gold’ bei. Ja – es ist leicht verwirrend. Und das gilt leider auch ein wenig für die Musik. Der Vorgänger ­UNDIVIDED (2013) hat mir mit seiner ­melodischen und manchmal progressiven Ausrichtung besser gefallen als das Power Metal-Brett, das Signum Regis jetzt präsentieren. Trotz der Sängerlotterie empfinde ich BEYOND SPACETIME auf Strecke als weniger abwechslungsreich und gleichzeitig zerrissen. Zudem ist die Epik deutlich angewachsen. Neben den treibenden Gitarren fahren Signum Regis teilweise Arrangements auf, die abenteuerliche Dimensionen annehmen. An Können, prominenten Stimmen und Ambitionen mangelt es BEYOND SPACETIME wahrlich nicht. Aber vielleicht gilt die alte Küchenweisheit eben auch in ­unserer Lieblingsmusik: Zu viele Köche verderben das Power Metal-Menü.

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Quelle: METAL HAMMER.de