Kritik zu The Pineapple Thief FAR AND WIDE
Manche Alben treffen im richtigen Moment den richtigen Nerv. So auch FAR AND WIDE. Die britische Prog Rock-Gruppe um Frontmann Bruce Soord liefert mit einer Mischung aus Indie- und Progressive Rock den Soundtrack für die ersten Herbsttage. Die Titel rangieren zwischen locker groovenden, progressiven Rhythmen und eingängigen Lead-Gitarren-Hooks (‘New World Order’, ‘Hold The Ashes’) auf der einen und melancholisch-nachdenklichen (‘This Empty Space’, ‘No Exception’) und psychedelisch schwebenden (‘Still Living’) Klangwelten auf der anderen Seite. Der warme, fließende Gesang von Soord verbindet das Album wie ein roter Faden und vermittelt mit bedächtig gewählten Texten ein Gefühl von Hoffnung in der Dunkelheit: Stark beeinflusst vom Weltgeschehen sowie persönlichen Erfahrungen und Verlusten Soords handeln diese von tiefen Ängsten in Bezug auf die Welt und gleichzeitig der Gewissheit, dass wir mit diesen nicht allein sind. Im Vergleich zu seinen Vorgängern klingt FAR AND WIDE leichter: Hinter den bewusst reduzierten Kompositionen stand vor allem der Wunsch der Band, die Songs auf der Bühne genauso wie im Studio umsetzen zu können. Insgesamt klingen The Pineapple Thief auf ihrem 16. Studioalbum gefestigt und unaufgeregt. Über die gesamte Länge hätten jedoch ein oder zwei zusätzliche dynamische Aus-
brüche dem Album gutgetan, um den Spannungsbogen aufrechtzuerhalten.
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Quelle: METAL HAMMER.de

















