Brian May hat nie gesagt, dass Queen nicht mehr auf Tour gehen

Vor Kurzem gab Queen-Ikone Brian May der britischen Tageszeitung The Times ein Interview. Darin sagte der Gitarrist, dass er keine Lust mehr darauf habe, auf ausgedehnte Konzertreisen zu gehen. Die Medien machten daraus allesamt: Queen werden keine Tourneen mehr spielen. Diese Botschaft ist dem 79-Jährigen allerdings zu platt, weswegen er sich in den Sozialen Medien zu Wort gemeldet und die Dinge klargestellt hat.

Nur eine Live-Pause

Der Musiker postete einen Screenshot der Schlagzeile des US-amerikanischen Rolling Stone, welche lautet: „Brian May sagt, Queen werden nicht mehr auf Tour gehen: ‚50 Jahre sind genug.‘“ Dies kommentiert die Rock-Legende: „Das ist eine Fehlinterpretation dessen, was ich tatsächlich gesagt habe. Tatsächlich habe ich nie gesagt, dass Queen nie wieder auf Tour gehen werden. Ich könnte niemals nie sagen. Vielmehr habe ich vergangenes Jahr lediglich die persönliche Entscheidung getroffen, eine Pause vom Tourneegeschäft einzulegen. Ich mache viel Musik. Und Roger [Taylor, Queen-Schlagzeuger — Anm.d.A.] und ich arbeiten hinter den Kulissen ständig gemeinsam an Queen-Projekten. Ich weiß nicht, was die Zukunft bringt. Aber ich bin stets offen für neue Abenteuer!“

Die zuvor in der Times von Brian May getätigten Aussagen lesen sich wie folgt: „Vor 18 Monaten haben ich die Entscheidung getroffen, nicht mehr auf Tour gehen zu wollen. Eine befreundete Person aus meinem engen Umfeld war gestorben, als wir in den Staaten waren. Also habe ich zu meiner Tourmanagerin gesagt: ‚Ich bin ein paar Tage zu Hause und komme dann wieder.’ Sie hat mir in die Augen geblickt und gesagt: ‚Du weißt, dass das nicht geht.‘ Ich liebe es, zu spielen, und ich liebe es, zu reisen. Aber der Preis dafür ist, dass man seine Freiheit opfern muss. Ich habe eine Frau, Enkelkinder und ganz viel Astrophysik, auf die ich mich konzentrieren will. Daher denke ich, 50 Jahre sind genug.“

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Revolutionäres in Planung

Jedoch schloss Brian May alternative Wege, Queen noch einmal auf die Live-Bühne zu bringen, nicht aus. „Wir wollen etwas ziemlich Revolutionäres tun“, verriet er. „Nicht so, wie ABBA es getan haben [ein Konzert mit digitalen Avataren], aber so etwas in die Richtung. Letztes Jahr bin ich in der Sphere [Konzert-Location in Las Vegas] gewesen. Meine kreativen Energien begannen zu fließen, und ich habe eine komplette Queen-Show entworfen. So ein umfassendes Erlebnis ist noch nicht ausgeschlossen und könnte Raum und Zeit überdauern. Aber aktuell kann man das ohne KI nicht auf die Beine stellen. Und ich habe eine starke Abneigung dagegen. KI-Datenzentren sind ein großes Unheil und müssen bekämpft werden.“

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Quelle: METAL HAMMER.de