Joey Belladonna singt US-Nationalhymne und erntet Spott

Damit hatte Anthrax-Frontmann Joey Belladonna vermutlich nicht gerechnet: Nach seinem Auftritt beim NFL-Spiel zwischen den Seattle Seahawks und den Chicago Bears hagelt es im Netz jede Menge Spott. Der 66-jährige Sänger durfte am 2. November im Lumen Field in Seattle die US-amerikanische Nationalhymne vortragen. Doch statt Begeisterung erntet er von zahlreichen Football-Fans vor allem Kritik.

Spott und Häme

Vor knapp 69.000 Zuschauern stimmte Belladonna ‘The Star-Spangled Banner’ vor dem Aufeinandertreffen der beiden NFL-Teams an. Die Reaktionen in den Sozialen Netzwerken ließen anschließend nicht lange auf sich warten. Insbesondere auf X machten zahlreiche Zuschauer ihrem Unmut Luft. Ein Nutzer bezeichnete den Auftritt schlicht als „furchtbar“. Ein anderer schrieb, der Gesang habe ihm regelrecht in den Ohren geschmerzt.

Auch weitere Kommentare fielen wenig schmeichelhaft aus. So bezeichnete ein User die Darbietung als eine der schlechtesten Versionen der Nationalhymne, die er seit Langem gehört habe. Ein anderer zog einen Vergleich mit Mark Wahlbergs Figur aus dem Film ‘Rock Star’ – ausdrücklich nicht als Kompliment. Besonders bissig wurde es mit: „Verhaftet diesen Nationalhymnen-Sänger!“ und „Der Typ ist Müll.“ Der Sänger selbst hat sich zu diesen Kommentaren bislang noch nicht geäußert.

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Allerdings fiel die Resonanz nicht ausschließlich negativ aus. Seine eigene Fan-Gemeinde stellt sich hinter den Musiker und verteidigt seinen ungewöhnlichen Gesangsstil. Schließlich ist Belladonna vor allem für seine markante Stimme und sein charakteristisches Vibrato bekannt. Es ist zudem nicht das erste Mal, dass der Anthrax-Frontmann bei einer NFL-Veranstaltung die Nationalhymne vorträgt. Bereits 2023 war er beim Spiel der Denver Broncos gegen die Kansas City Chiefs zu Gast.

Für Joey Belladonna selbst ist das Singen der Nationalhymne übrigens keine Selbstverständlichkeit. In einem früheren Interview mit Panini Unwrapped erklärte er, dass ihn solche Auftritte sogar stärker nervös machen als Konzerte mit Anthrax. Schließlich steht er dabei vollkommen allein vor einem großen Publikum. Dennoch macht es ihm Spaß, wie er damals erklärte: „Ich liebe es einfach, die Hymne zu singen. Die Leute sind total begeistert davon. Und da ich sowohl den Sport als auch die Hymne selbst sehr respektiere, ist es mir eine Freude, dass ich dazu eingeladen werde, ein Teil davon zu sein.“

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Quelle: METAL HAMMER.de