Kritik zu FIRE EMBLEM: FORTUNE’S WEAVE

Hat ‘Fire Emblem: Three Houses’ (2019) zuletzt gezeigt, wozu die Serie auf der Nintendo Switch in der Lage ist, lässt ‘Fire Emblem: Fortune’s Weave’ nun feststellen: Das damals bereits hohe Potenzial hat bestenfalls an der Oberfläche gekratzt. Mit dem aktuellen Ableger der Reihe wird deutlich, dass taktische Tiefe, erzählerische Finesse und Langzeitmotivation ihresgleichen suchen. Im Mittelpunkt stehen vier Helden, deren persönliche Schicksale aufeinandertreffen. Jeder verfolgt eigene Ziele, jeder bringt seine eigene Geschichte mit. Was zunächst nach einer klassischen Fantasy-Erzählung klingt, entwickelt sich zu einem vielschichtigen Abenteuer voller Konflikte, überraschender Wendungen und moralischer Grauzonen. Seine größte Stärke entfaltet ‘Fire Emblem: Fortune’s Weave’ jedoch auf dem Schlachtfeld. Die rundenbasierten Gefechte verlangen strategisches Denken, eine kluge Positionierung und den gezielten Einsatz der individuellen Fähigkeiten.

Wer seine Einheiten unüberlegt ins Getümmel schickt, erlebt schnell empfindliche Verluste. Umso befriedigender ist es, wenn ein ausgeklügelter Plan aufgeht und selbst aussichtslose Situationen noch zu drehen sind. Auch abseits der Kämpfe gibt es reichlich zu tun. Verbündete wollen rekrutiert, Fähigkeiten stetig verbessert und Ausrüstung optimiert werden. Die verschiedenen Systeme greifen hervorragend ineinander und sorgen dafür, dass man ständig motiviert ist, die eigene Truppe weiterzuentwickeln. Aus einer weiteren Mission werden schnell drei, aus einer Spielstunde ein ganzer Abend. Kurzum: ‘Fire Emblem: Fortune’s Weave’ ist mehr als eine gelungene Fortsetzung. Es verbindet anspruchsvolle Strategie mit einer fesselnden Geschichte und enormer Langzeitmotivation. Damit ist es nicht bloß ein Höhepunkt der Reihe, sondern insgesamt der wohl bislang beste Titel für die Nintendo Switch 2.



Quelle: METAL HAMMER.de