Mastodon schreiten gegen Klage von Brent Hinds’ Vater ein
Mastodon müssen sich bekanntlich mit einer Klage von der Familie ihres verstorbenen Ex-Gitarristen Brent Hinds auseinandersetzen. Die Prog-Sludge-Formation hat darauf nun eine erste rechtliche Reaktion eingereicht, wie das Branchenmagazin Billboard berichtet. Laut dem Anwalt der Band bestehen grundlegende Fehler in der Argumentation der Klägerseite Daher forderten die verbleibenden Originalmitglieder Brann Dailor, Bill Kelliher und Troy Sanders einen Richter in Atlanta auf, eine Handvoll Ansprüche, die Hinds’ Vater vorgebracht hat, abzuweisen.
Unbegründete Ansprüche
Die Familie von Hinds besteht in der Klage auf die Auszahlung des 25-prozentigen Anteils an den geschäftlichen Aktivitäten von Mastodon. Die Gruppe hat Brents Angehörigen nach dessen Tod zwar einen Scheck in Höhe von 80.000 US-Dollar zukommen lassen, doch dieser Betrag sei viel zu niedrig. Laut dem am Montag beim Gericht eingereichten Antrag wollen die Metaller die exakte Summe, die den Hinds’ zusteht, erst zu einem späteren Zeitpunkt klären lassen. Erst einmal sollen bestimmte „rechtlich von vornherein unbegründete“ Ansprüche aus der Klage gestrichen werden.
Mastodon drücken dies wie folgt aus: „Seine Beiträge zum Vermächtnis der Band sind unbestreitbar, und sein Tod war ein schwerer Verlust. Das steht außer Frage. Aber um Hinds’ Vermächtnis zu würdigen, ist es nicht erforderlich, die vertraglichen Vereinbarungen zu seinen geschäftlichen Anteilen umzuschreiben oder seinen ehemaligen Band-Kollegen Verpflichtungen aufzuerlegen, die nach dem Recht des Bundesstaats Georgia gar nicht existieren.“
Fehlende rechtliche Grundlage
Konkret sind den Musikern unter anderem die Anschuldigungen ein Dorn im Auge, wonach sie treuhänderische Pflichten verletzt hätten. Der Vorwurf der unrechtmäßigen Aneignung soll ebenfalls abgewiesen werden. Für den Fall, dass Hinds’ Familie tatsächlich Anspruch auf einen größeren Auszahlungsbetrag hat, handele es sich dabei um „eine reine Vertragsangelegenheit“. Daher könne man Mastodon an dieser Stelle nicht schwerwiegendes Fehlverhalten anlasten.
Des Weiteren ging es Brents Vater noch darum, dass das Abbild seines Sohnes auf dem Coverartwork des jüngsten Mastodon-Albums MARROW DEEP zu sehen ist. Hierzu habe die Familie nicht ihre Zustimmung gegeben. Die Band argumentiert diesbezüglich, dass dieser Klagepunkt auf einer juristisch fehlerhaften Grundlage beruht. „Diese Unterscheidungen sind von Bedeutung. Die Beklagten beantragen daher die Abweisung nur jener Klagepunkte – oder Teile davon –, denen es bereits nach dem Wortlaut der Klageschrift an einer rechtlichen Grundlage fehlt. Die übrigen tatsächlichen und vertraglichen Streitigkeiten zwischen den Parteien – sowie die Wahrheit – werden zu gegebener Zeit geklärt.“
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Quelle: METAL HAMMER.de
















