Amon Amarth-Bassist Ted Lundström blickt auf Aufstieg zurück

Amon Amarth sind das Paradebeispiel für den Spruch „Gut Ding will Weile haben.“ Die Schweden sind seit 1992 im Geschäft und konnten ihre ersten größeren Erfolge 2002 mit VERSUS THE WORLD feiern. Und auch sonst war der Aufstieg der Band eher gemächlich. Bassist Ted Lundström ist das recht, wie er im Interview mit Killertube erzählt.

Schritt für Schritt

Zunächst blickt der Musiker zurück auf die Anfänge der Band und vergleicht es mit dem, was heute möglich ist. Ted ordnet ein: „Alles was wir heute machen, war damals komplett unmöglich. Das sind ganz andere Welten. Vor 30 Jahren war ich ein Teenager und alles war neu und verrückt. Wir haben von Tag zu Tag gelebt. 

Wir hatten keine Vision über den nächsten Schritt hinaus. Was wir jetzt alles machen, war damals kaum ein Traum, weil diese Reise, trotz dem, dass sie langsam und stetig voranging, so verrückt war. Für jeden neuen Schritt, den wir gemacht haben, haben wir auch neue Ziele gesetzt. Irgendwo in der Mitte des Ganzen haben wir gemerkt, dass das hier echt ist. Wir haben unsere Jobs aufgegeben, um uns zu 100 Prozent auf die Musik zu konzentrieren. Was für eine Reise.“

Trve sein

Der Bassist nennt die Single ‘Upphaf’, die mit Akustikklängen überrascht, als Sinnbild für ihre Entwicklung über die Jahre. Lundström erzählt: „Das wäre damals, als wir anfingen, ein totales No-Go gewesen. Der Metal war besonders trve, die Black Metal-Szene war aktiv, und man musste hart und cool sein und das mit dem Genre sehr genau nehmen. 

30 Jahre später ist man auf eine Art ein anderer Mensch, aber man hat noch genauso viel Spaß an der Sache, wie damals. Es ist gut. Heute erwarten wir vermutlich auch eine andere Reaktion. Das ist auch Teil des Lebens. Die Dinge ändern sich über die Jahre und das Business ist auch ganz anders als damals. Trotzdem finde ich, ist es eine coole Sache.“

Dankbar

Lundström zeigt sich dankbar für die Reise, so lang sie auch gewesen sein mag. „Ich bin froh, dass wir all diese Erfahrungen machen durften. Ich will nicht in einer Band sein, die über Nacht groß wird. Wir haben hart daran gearbeitet und haben uns dieser Sache verschrieben. Wir alle in der Band haben immer das Ziel zu wachsen und das nächste Level zu erreichen, das nächste Land zu besuchen oder ein größeres Album aufzunehmen“, meint der Amon Amarth-Tieftöner.

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Der Musiker fasst zusammen: „Rückblickend bin ich dankbar für all diese Erfahrungen – in einem Schlafsack in einem Van oder auf dem Bühnenboden zu schlafen. Das Mittagessen war vielleicht mal ein Bier und eine Tüte Chips, aber man war trotzdem glücklich, weil man mit seinen Freunden Spaß hatte.“

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Quelle: METAL HAMMER.de