Anthrax: Ein vollkommen neues Glücksgefühl

Das komplette Interview mit Charlie Benante von Anthrax findet ihr in der METAL HAMMER-Oktoberausgabe 2026, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!
METAL HAMMER: Charlie, du hast gesagt, dass du eine Zeit lang das Gefühl hattest, musikalisch nichts Neues mitteilen zu können. Erinnerst du dich an den Moment, in dem der kreative Hunger zurückkehrte?
Charlie Benante: Oh ja. Das war während der Pandemie, als die Situation zunehmend beängstigend wurde. Irgendwann hörte ich auf, die Nachrichten zu verfolgen, weil sie mich enorm stressten und starke Ängste in mir auslösten. Stattdessen zog ich mich in mein Studio zurück und begann wieder, Songs zu schreiben. Ich wusste noch nicht, was daraus werden würde, aber ich arbeitete jeden Tag, nahm Demos auf und schickte sie an die Jungs weiter. Und dann kam der Tag, an dem wir uns in Los Angeles trafen und tatsächlich mit der Arbeit an den Stücken begannen.
„Wenn er etwas zu sagen hat, dann lass ihn ausreden.“
Es war ein großartiges Gefühl, wieder mit meinen Band-Kollegen zu spielen. Das löste in mir ein vollkommen neues Glücksgefühl aus. So wurde aus etwas Schlechtem letztlich etwas Gutes. Daher auch der Albumtitel CURSUM PERFICIO – eine Reise endet, eine andere beginnt. Diesen lateinischen Spruch hatte ich am Eingangsbereich des letzten Wohnhauses von Marilyn Monroe gelesen.
MH: Hat dich die ungewöhnlich lange Pause nach FOR ALL KINGS (2016) als Songwriter wählerischer gemacht?
CB: Auf jeden Fall. Ich bin fest davon überzeugt, dass ich insbesondere seit WORSHIP MUSIC (2011) zu einem besseren Songwriter geworden bin – vor allem darin, die richtigen Ideen für die richtigen Stellen auszuwählen: Ich lernte, einen Song einfach das sein zu lassen, was er sein will. Lass das Lied atmen. Genau das habe ich auch den anderen zu vermitteln versucht. Warum sollten wir uns den Kopf darüber zerbrechen, ob ein Stück drei oder vier Minuten lang sein muss? Wenn der Song fünf oder sechs Minuten braucht, dann soll er eben so lang sein. Wenn er etwas zu sagen hat, dann lass ihn ausreden.
Potenzial
MH: Einige Ideen auf dem Album reichen bis ungefähr 2015 zurück, andere entstanden deutlich später.
CB: Da wäre zum Beispiel der Song, den wir „T.O.M.B.“ nannten und der nun ‘Target On My Back’ heißt. Die ursprüngliche Idee stammt tatsächlich aus dem Jahr 2015. Damals konnte ich einfach keinen weiteren Teil finden, der dazu passt. Deshalb ließ ich das Lied erst mal liegen. Irgendwann schickte ich Scott das Riff, und es gefiel ihm ausgesprochen gut. Daraufhin bauten wir etwas Neues darum herum. Ich hatte immer dieses Gefühl: „Wow, der Song ist wirklich gut und besitzt großes Potenzial, aber er ist noch nicht so weit.“
Was Charlie die Musik von Dimebag Darrell und Vinnie Paul gelehrt hat, wie schwierig es war, eine sehr intime Erfahrung in einen Text zu verwandeln und warum ‘My Victory’ der richtige abschließende
Gedanke für das Album ist, lest ihr in der METAL HAMMER-Oktoberausgabe 2026, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!
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Quelle: METAL HAMMER.de















