„Diesmal wollte ich es unbedingt angehen.“

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Im Vergleich zu den beiden Vorgängerwerken lässt sich THE ALLFATHER AWAKENS als Quantensprung bezeichnen. Die Platte wartet mit hymnischen, schnellen und kraftvollen Stücken auf, birgt aber auch rohe Brutalität und einnehmende Dunkelheit. In einigen Kreisen wurden bereits Vergleiche mit dem Aushängeschild TWILIGHT OF THE THUNDER GOD (2008) laut, zweifellos handelt es sich jedoch um das beste Amon Amarth-Album seit ihrem triumphalen Konzeptwerk JOMSVIKING (2016).

AC/DC des Death Metal“

Co-Komponist Olavi Mikkonen fällt es erklärtermaßen schwer, die eigene Arbeit einzustufen: „Wenn man an etwas arbeitet, hält man genau das für das Beste überhaupt. Es dauert Jahre, bis man zurücktreten und einen frischen Blick darauf werfen kann. Erst dann stellt man manchmal fest, dass das ein oder andere vielleicht gar nicht so gut war wie gedacht. Ehrlich gesagt glaube ich heute, dass THE GREAT HEATHEN ARMY und ­BERSERKER nicht unsere besten Alben sind – es gibt viel Gutes darauf, doch ich spürte, dass wir einen Zahn zulegen müssen. Zumindest war das mein Anspruch an mich selbst. Ich hoffe, das neue Album zeigt, dass wir es besser können.“

Zwischen all den Hits und Hymnen sticht ein Lied besonders heraus – Amon Amarths erstes Akustikstück, das als Vorbote veröffentlichte ‘Upphaf’. „Wir fürchten uns heute nicht mehr davor, Dinge auszuprobieren“, verkündet der Gitarrist, und verwehrt sich gegen im Internet kursierende Trollbezeichnungen wie „AC/DC des Death Metal“ und den (absurden) Vorwurf, zu repetitiv vorzugehen. „Ich arbeite ziemlich hart daran, Neues auszuprobieren. Das Haupt-Riff von ‘Upphaf’ schrieb ich vor vielen Jahren, etwa 1998. In all der Zeit habe ich oft versucht, an dieser Idee zu arbeiten, konnte sie aber nie zu Ende bringen.

Hymnisches Summen

Vor etwa zehn Jahren merkte ich, dass sich auf der Akustikgitarre komponierte Stücke schlecht umwandeln lassen und mit E-Gitarre und echten Schlagzeugrhythmen nicht so gut funktionieren. Bei BERSERKER dachte ich bereits darüber nach, und bei der Schreib-Session für THE GREAT HEATHEN ARMY wollte ich den Plan endlich umsetzen, kaufte Bongo-Drums und anderes für die Vorproduktion, doch es kam nie dazu. Diesmal wollte ich es unbedingt angehen – und hier ist es“, führt der blonde Hüne aus, und meint, in seinem Kopf wirke das Stück gar nicht so anders.

METAL HAMMER 10/2026 kommt zusammen mit einem einzigartigen Patch, den wir gemeinsam mit Amon Amarth designt haben und den es weltweit nur hier geben wird! Dieser Amon Amarth-Aufnäher mit einem ans Album-Artwork angelehnten Motiv ist das ultimative Sammlerstück – für Amon Amarth-Fans sowie Metalheads und Kuttenträger jeder Couleur. METAL HAMMER hat das edle Stück in enger Abstimmung mit Amon Amarth hergestellt. Der Patch ist weltweit nur zusammen mit METAL HAMMER-Ausgabe 10/2026 erhältlich.

„Der einzige Unterschied ist, dass es keine elektrischen Gitarren beinhaltet. Meine Art zu spielen bleibt gleich, und von den Akkorden abgesehen fühlt es sich für mich nicht anders an. Ich mag die Kombination von Akustikgitarren und Johans Gesang. Er klingt immer noch grummelig, im Zentrum steht aber dieses hymnische Summen.“ Mikkonen zufolge basieren auch andere Stücke des Werks auf älteren Ideen – der Refrain von ‘We Rule The Waves’ geht beispielsweise noch auf die Zeit von WITH ODEN ON OUR SIDE (2006) zurück. ‘Upphaf’ könnte künftig aber auch noch eine andere Aufgabe erfüllen – nämlich für eine Atempause im für die Musiker fordernden, da energetischen Liveset sorgen.

„Etwas Abwechslung schadet live nicht.“

Der Gitarrist nickt und grinst: „Um ganz ehrlich zu sein: Ich glaube, mir kam die Idee, das Stück endlich fertigzustellen, als ich Disturbed ‘The Sound Of Silence’ covern sah. Das ist ein richtig cooler Moment in ihrem Liveset, heruntergebrochen und ganz nah bei den Fans präsentiert. Ähnliches gilt für Rammstein, die an einer Stelle ihres Sets auf eine kleinere Bühne wechseln. Etwas Abwechslung schadet live nicht. Deshalb wollen wir auf der kommenden Tournee etwas Ähnliches probieren.“

Warum das Miteinander innerhalb der Band so gut funktioniert, weshalb Amon Amarth um jeden einzelnen Song kämpften und welche Inspiration schwedische Labyrinthe offenbarten, lest ihr in der METAL HAMMER-Oktoberausgabe 2026, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!

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Quelle: METAL HAMMER.de