Geldbuße für Ex-Drummer Phil Rudd – fahrlässiges Fahren

Der frühere AC/DC-Schlagzeuger Phil Rudd hat mal wieder für negative Schlagzeilen gesorgt. Wie unter anderem der New Zealand Herald berichtet, bekam der 72-Jährige eine Geldbuße aufgebrummt. Der Grund: fahrlässiges Fahren mit seinem Ferrari 599, Baujahr 2009. Die Summen dürfte er allerdings aus der Portokasse bezahlen: Insgesamt musste der Schwerenöter 500 Neuseeländische Dollar (rund 250 Euro) an Strafe sowie 100 Neuseeländische Dollar (circa 50 Euro) an Gerichtskosten berappen.

Schnell unterwegs

Konkret ging es bei dem Verfahren um einen Vorfall in Tauranga, einer Hafenstadt auf der Nordinsel von Neuseeland. Phil Rudd lebt dort seit 1983. Jedenfalls fuhr der einstige AC/DC-Trommler im Juli 2025 auf dem Lakes Boulevard im Vorort Tauriko. Aus welchen Gründen auch immer steuerte Phillip Hugh Norman Witschke, wie Rudd mit bürgerlichem Namen heißt, über einen bepflanzten Kreisverkehr und krachte anschließend in einen Baum. „Bremsspuren und Kerben auf der Fahrbahn stimmen damit überein, dass das Fahrzeug über dem bepflanzten Kreisverkehr abhob, bevor es über einen Bordstein von der Straße abkam und gegen einen kleinen Baum prallte“, ist im zugehörigen Polizeibericht zu lesen.

Im Vergleich zu den früheren Mätzchen von Phil Rudd erscheint dieser Autounfall regelrecht harmlos. Denn 2015 wurde das Ex-AC/DC-Mitglied zu acht Monaten Hausarrest inklusive elektronischer Fußfessel sowie einem Drogenentzug verurteilt. Angeklagt war der Hard-Rocker wegen des Besitzes von Methamphetamin und Cannabis sowie der Androhung von Mord. Bereits vor dem Urteil hatte sich der Musiker schuldig bekannt und dem Opfer Schmerzensgeld bezahlt. Ursprünglich hatte die Staatsanwaltschaft sieben Jahre Haft gefordert.

Unangenehm

Die zugrundeliegenden Ereignisse begannen schon im August 2014. Damals war Rudd darüber verärgert, dass die Veröffentlichung seines Soloalbums HEAD JOB (2014) nicht besonders gut gelaufen ist. Daraufhin feuerte er einige Angestellte — darunter auch seinen persönlichen Assistenten. Am 25. September 2014 um 18:12 Uhr rief Phil dann einen Geschäftspartner an, der gerade Urlaub in Australien machte.

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Dabei sagte der ehemalige AC/DC-Drummer, er will, dass besagter Ex-Angestellter „ausgeschaltet“ wird. Sein Gegenüber erkundigte sich, was Rudd damit meint. Phil entgegnete: „Kümmere dich darum. Das sind ein Haufen Wichser und Fotzen.“ Bei einem weiteren Anruf stellte er 200.000 Neuseeländische Dollar, ein Motorrad und entweder eines seiner Autos oder eines seiner Häuser in Aussicht.

Doch damit nicht genug: Am 26. September 2014 rief Rudd um 8:27 Uhr direkt das Opfer an und fragte, ob es an diesem Tag zu Hause sei. Das Opfer bestätigte dies — und Rudd fügte an: „Ich komme rüber und bringe dich um, du verfickte Fotze.” Außerdem klingelte Phil am 28. und 29. September 2014 zwei weitere Male dort durch. Letztlich durchsuchte die Polizei am 6. November 2014 das Anwesen des früheren AC/DC-Mannes in Harbor Drive. Dabei stießen die Beamten auf insgesamt 0,478 Gramm Methamphetamin und 91 Gramm Marihuana, die an verschiedenen Orten des Hauses, teils offen, teils versteckt, deponiert waren.

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Quelle: METAL HAMMER.de