Kritik zu April Art RED
Mit energetischem Modern-/Alternative Metal, rotzfrecher Attitüde, überzeugenden Liveshows und der Signalfarbe rot konnten April Art aus Gießen in den ersten Jahren ihrer 2014 begonnenen Karriere bereits jede Menge Aufmerksamkeit erregen. Ihr Viertwerk RED setzt den Siegeszug fort: Lieder wie die Einsteiger ‘Bulletproof’ und ‘Fall Into Pieces’ kombinieren deftige Metal-Riffs mit modernen Sound-Einsprengseln und entfalten einen Flow, der unweigerlich mitreißt. Die zwischen heiser und klar schwankende Stimme von Sängerin Lisa-Marie Watz verleiht dem Quartett eine charakteristische Note und hohen Wiedererkennungswert, was auch Stücken mit balladesken Passagen wie ‘Unbreakable’ oder ‘Hungry For Life’ zugutekommt. ‘Silent War’ wartet mit Industrial-Flair, Sprechgesang und Gangshouts auf, öffnet sich jedoch in einem großen Refrain. Dies gehört zu den herausragenden Stärken von April Art: Ihre Kompositionen funktionieren, die Songs reißen mit und setzen im Chorus sogar oft noch einen drauf oder entfalten mit clever gesetzten Breakdowns den letzten Kick – man höre etwa den Hit ‘Good Guy’ oder das Finale ‘Karma Is A Bitch’ (eine Abwandlung des bereits im Jahr 2025 veröffentlichten ‘Karma Is A Beach’). Gute-Laune-Musik mit Charakter, Aussagekraft und Nachhall – das Ende der Fahnenstange dürfte für April Art noch lange nicht erreicht sein.
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Quelle: METAL HAMMER.de

















