Kritik zu Coffin Feeder BIG TROUBLE

Hinter dem Namen Coffin Feeder stecken nicht nur Mitglieder von Aborted, Leng Tch’e und Fleddy Melculy, sondern auch beinharte Action-Film-Fans: Auf ihrem Debütalbum huldigen die Belgier Achtziger-Testosteron-Vehikeln wie ‘Big Trouble In Little China’, ‘Phantom-Kommando’, ‘Stirb langsam’, ‘Die City-Cobra’ oder ‘Predator’. Coffin Feeders Soundtrack fährt eine standesgemäß dicke Aufs-Maul-Attitüde auf: Die Band schießt mit Deathcore- und Death Metal-Raketenwerfern auf Schurken und Monster. Als musikalische Pendants zu wadendicken Oberarmen, kantigen Sprüchen und „Das passt auf einen Bierdeckel“-Geschichten löschen Blastbeats (‘If It Bleeds’), Breakdowns (‘Porkchop Express’ mit Benighteds Julien Truchan), Slams (‘The Destroyer’, ‘Let Off Some Steam’) und Sven de Caluwés Grunzlaute alles aus.
Und sollte wider Erwarten irgendwo doch noch ein Scherge nach Luft japsen, gibt ihm Dave Otero mit seiner FSK-18-Abmischung den Gnadenschuss. Das ist weder Stoff für Arthausbewohner noch für Feingeister oder Pseudointellektuelle. Schlichtere Gemüter und Kunstkackeallergiker werden an diesem „großen Ärger“ allerdings großen Spaß haben. Zumal BIG TROUBLE eine Hirn-aus-Lücke schließt, welche die aus menschlichen (und seit dem schwachbrüstigen QUAD BRUTAL auch musikalischen) Gründen nicht mehr anhörbaren Austrian Death Machine hinterlassen haben.
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Quelle: METAL HAMMER.de
















