Kritik zu Employed To Serve FALLEN STAR

Employed To Serve sahen sich früher dem Vorwurf ausgesetzt, zu komplex unterwegs zu sein. Sind sie nun Metalcore, Hardcore, oder doch etwas mit der Vorsilbe Post? Darauf können wir auch auf ihrem fünften Album FALLEN STAR keine Antwort finden. Manche Titel rasen (‘Familiar Pain’) und wühlen (‘Now Thy Kingdom Come’), andere, wie der Titel-Track, überzeugen mit emotionaler Melodik. Aber wie bei so vielen macht auch hier die Mischung den Klang aus. Titel wie das wilde ‘Atonement’ oder das berührende ‘Last Laugh’ wollen zwar viel, können aber erfolgreich abliefern. Der vokale Stilmix aus Sammy Urwins melodischem Klargesang, Justine Jones spuckendem, an Serena Cherry und Charlie Rolfes erinnernden Kreischgesang und den hochkarätigen Feature-Gästen Jesse Leach (‘Whose Side Are You On?’), Will ­Ramos (‘Atonement’) sowie besagter Serena Cherry (‘Last Laugh’) schafft Abwechslung und Hörspaß.

🛒  FALLEN STAR bei Amazon

Thematisch haben sich Employed To Serve an der viel zitierten Ikarus-Geschichte bedient und sie auf persönliche Erfahrungen übertragen: Darin geht es um die Liebe zu einer Person, die ohne Rücksicht auf Verluste zu nah an der Sonne vorbeifliegt. Dieses Risiko gehen Employed To Serve auf Album Nummer fünf nicht ein. Weder sind sie mit FALLEN STAR auf dem Ikarus-Weg unterwegs noch präsentieren sie sich als gefallener Stern – es steckt kein großer Wagemut darin, dafür aber die bodenständige Erkenntnis, sich weiterzuentwickeln und in gemäßigtem Tempo neue Sphären zu erschließen.

***
Du willst METAL HAMMER lesen, aber kein Abo abschließen? Kein Problem! Die aktuelle Ausgabe portofrei nach Hause bestellen: www.metal-hammer.de/heftbestellung
***



Quelle: METAL HAMMER.de