Kritik zu Leper Colony BACK TO PRIMAL SLUDGE
Mit Leper Colony haben sich zwei Veteranen ihr eigenes Totenreich erschaffen: Multiinstrumentalist Rogga Johansson (Paganizer und 666 andere) und Sänger Marc Grewe (unter anderem Asinhell, Ex-Morgoth). Auf Album drei reisen die beiden BACK TO PRIMAL SLUDGE, sprich: zurück in die Death Metal-Blütephase. Der Groover ‘Madness Is A Kingdom’ eröffnet die halbstündige Dauernackenmassage brachial, bevor ‘These Blades’ Crust-Gefilde streift und an Leper Colonys Band-betiteltes 2023er-Debüt erinnert. ‘Dead Soul Consortium’ lässt mit walzender Doublebass, punkigem Ausbruch und Mitgröl-Refrain Bolt Thrower und Motörhead auferstehen – Stoner-Schattierungen inklusive. Wombbath-Gastgitarrist Håkan Stuvemark darf sich derweil in ‘Harness The Undead’ und dem Blast-Inferno ‘Beneath The Fat And Gristle’ mit gniedelnden (Slayer-)Soli austoben. ‘Flesh Grater’ spaltet Schädel, ‘Seelenjäger’ macht seinem Namen alle Ehre, während das Titelstück mit (Neo-)Thrash-Zitaten, quietschenden Saiten und Flanger-Gesangseffekten punktet. Herausragend bleibt Grewe, der so intensiv und zugleich verständlich keift, grunzt und schreit wie kaum ein anderer. Johansson komponiert parallel nicht minder präzise und verpasst Leper Colony ihren bislang sattesten Klang. BACK TO PRIMAL SLUDGE beweist: Dieses Totenreich regieren zwei Zeitzeugen mit Herz und Bauch.
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Quelle: METAL HAMMER.de

















