Kritik zu Serenity In Murder TIMELESS REVERIE
Lange nichts Neues mehr aus Japan gehört? Für Fans von symphonischem Death Metal à la Children Of Bodom, Septicflesh oder Fleshgod Apocalypse könnten Serenity In Murder aus Tokio eine Empfehlung wert sein: Auf seinem Fünftwerk vermischt das Quintett skandinavisch anmutenden Melodic Death Metal mit dominanten orchestralen Elementen und kreiert daraus eine interessante Mischung, die energetisch vorandrängt. Der lediglich stellenweise eingesetzte Gesang der 2020 rekrutierten Ayumu erinnert an die Klarstimme von Alissa White-Gluz (Arch Enemy), wie in ‘Matrix’ oder ‘Revolt’ zu hören ist – gute Einschübe, die gerne häufiger auftauchen dürften. In Songs wie ‘Blue Roses Gracefully Fall’ prallen stattdessen Chöre, Growls, Sprecherstimme, Gitarrensoli, Orchestrationen und weitere Spuren aufeinander, die insgesamt überfordernd wirken – über mangelnde Dichte und Intensität kann man sich hingegen nicht beschweren.
Strukturierter und somit eingängiger klingen Lieder wie ‘A Dance Of Sorrow’ oder das nordisch riffende ‘The Flames Ablaze’, obgleich ballernde Überwältigung auf TIMELESS REVERIE zu den grundlegenden Stilmitteln zählt. Mit dem von zwei Instrumentalstücken (letzteres inklusive Vogelzwitschern) gesäumten ‘Noticed This Is The Betrayal’ legen Serenity In Murder zudem eine modernisierte Neufassung eines zehn Jahre alten Stücks von ihrem Zweitwerk vor. Alles in allem erweist sich das Album als spannender Exkurs in das Land der aufgehenden Sonne – mit viel Licht und etwas Schatten.
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Quelle: METAL HAMMER.de
















