Kritik zu Skálmöld ÝDALIR

Skálmöld ÝDALIR

Folk Metal, Napalm/Universal (9 Songs / VÖ: 18.8.)

Ungewöhnlich lange hat sich die (weiterhin konstant besetzte) islän­dische Folk Metal-Truppe Skálmöld diesmal Zeit gelassen: Statt ihren bislang penibel gepflegten Zwei­jahresrhythmus einzuhalten, erscheint ihr sechstes Album fast fünf Jahre nach SORGIR (Fans durften sich in der Zwischenzeit über ein Buch sowie ein Live-Zeugnis vom Jubiläums-Gig zum Zehnjährigen freuen). Das von einem Intro eingeleitete ÝDALIR schreitet (und rifft) über weite Strecken mächtig voran und lebt vom gekonnt-harmonischen Mit­einander unterschiedlicher Stimmen – von Klargesang und Chorälen bis hin zu Growls und Screams ist alles geboten.

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Doch auch die instrumentale Basis stimmt und kommt abwechslungsreich, dabei aber kongruent daher: Während das urgewaltig-zackige ‘Urður’ in den Viking Metal-Kosmos hineinreicht und Stücke wie ‘Skuld’ oder ‘Níðhöggur’ Mörder-Riffs auffahren, spielt ‘Ratatoskur’ mit schunkeligen Folk-Melo­dien, wartet ‘Verðandi’ mit Oboe wie Orgel auf und leitet das erst zurück­haltende, doch später von stetig gesteigerter Epik bestimmte ‘Ullur’ den 46-Minüter stimmig aus. Gut Ding will Weile haben? Für das gut hörbare ÝDALIR hat sich die Wartezeit zumindest gelohnt.

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Quelle: METAL HAMMER.de