Kritik zu Stryper THRONE OF THORNS
Was waren das noch für Zeiten, als man Hartwurstmetaller allen Ernstes mit Sympathiebekundungen für Stryper richtig schockieren konnte. Wie, die findest du gut? Echt? Nun ja, heutzutage sorgt bei den gelb-schwarz-gestreiften Christen-Rockern indes lediglich noch Sänger, Gitarrist und Band-Vorstand Michael Sweet mit seinem gesteigerten Mitteilungsbedürfnis für Aufsehen oder hochgezogene Augenbrauen. Seien es Sweets Zusammenhangsspekulationen bezüglich der COVID-Impfung und seiner akuten Gesundheitsprobleme (Netzhautablösung und Schilddrüsenkrebs) oder seine Bevorzugung von Pantera gegenüber Metallica – der Sänger meldet sich gerne und regelmäßig zu allem Möglichen zu Wort. Auf THRONE OF THORNS, dem tatsächlich bereits 18. Studio-Longplayer seiner emsigen Bienen-Band, tut er das endlich auch wieder rein musikalisch und in Albumform. Und das sogar als wirklich patenter alleiniger (Twin-)Lead-Gitarrist, denn Langzeitbegleiter und -Saitenmann Oz Fox war dieses Mal aus gesundheitlichen Gründen bei den Studioaufnahmen verhindert und konnte nicht mithelfen. Als bekennender melodisch orientierter Hard Rock-Jünger kann man auch diesem Stryper-Album – und zwar allein für solch eine hochklassige Achtziger-Pop-Metal-Perle wie ‘Ashes To Roses’ – ruhigen Gewissens die Absolution erteilen. THRONE OF THORNS strotzt nämlich nur so vor genuinen Genre-Glaubensbekenntnissen. Und dies sollte – nach und neben allem ideologischen Zündstoff – doch auch bitte weiterhin die tonangebende Hauptsache bleiben.
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Quelle: METAL HAMMER.de

















