Kritik zu Thronehammer SLAY | KILL
Ruppig does it: Thronehammer, dieser Zusammenschluss englischer und deutscher Doom-Huldiger, waren schon auf den letzten Platten gut für eine ordentlich fiese Portion Doom. Ihr wisst schon, die Sorte, die eher Friedhofserde unter den Fingernägeln hat, statt einen langen schwarzen Mantel zu tragen. SLAY | KILL | ERASE zeigt erneut recht erbaulich, was man auf einem Fundament aus primitiver Doom-Ursuppe alles errichten kann. Da stampfen die ganz alten Paradise Lost wie mythische Riesenwesen in der Ferne vorbei, da wird auch mal verkommener Retro-Death made in Sverige geröchelt, da öffnet sich alles in traditionelle Epik, da flirrt sogar mal Post Metal-Transzendenz durchs Dunkel. Wie immer bei Thronehammer muss man zwar ein Fan überlanger Alben sein, und auch diese knapp 80 Minuten haben vereinzelt Längen, doch diese unbedingte Hingabe an diesen Koloss von Album allein ist einfach nur bewundernswert. Weil alle in der Band Doom leben, lieben, atmen. Weil Sängerin Katharina Gillham einfach alles in Grund und Boden grollt. Weil sich Thronehammer auch nicht zu schade sind, den dröhnenden Tektonik-Sound zu verlassen und auch mal ihr Heil in Momenten von überraschend verletzlicher Schönheit suchen.
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Quelle: METAL HAMMER.de

















