Kritik zu Unfelled PALL OF ENDLESS PERDITION

Unfelled PALL OF ENDLESS PERDITION

Black Metal, Season Of Mist/Soulfood (7 Songs / VÖ: 10.3.)

Australien ist groß. Umso verwunderlicher, dass in dem Land Black Metal-Musiker Mangelware zu sein scheinen. Die drei an PALL OF ENDLESS PERDITION beteiligten Musiker sind oder waren in bislang knapp 30 Bands involviert, alle Achtung. Wobei es sich strengge-nommen bei Unfelled um ein Projekt von D. (unter anderem Woods Of Desolation, Remete) handelt, der sich für sein offizielles Debüt Unterstützung an Mikro und Schlagzeug holte. Weiser Schachzug, denn beide geben den sieben Songs ein souveränes Korsett, das D. mit interessanten, sehr kurzweiligen Ideen ausfüllt und im Verlauf der Songs gefällige Spannungsbögen oder Stimmungswechsel zu erzeugen weiß. So gelingt es ‘The Opposer’ beispielsweise, dem vordergründig aggressiven, Blastbeat-lastigen Song durch Variation der Riffs eine melancholische Note zu verpassen, welche unter die Haut zu gehen vermag.

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Respekt vor dem Songwriting, denn PALL OF PERDITION bietet einige großartige Songs und wirklich memorable Momente. Kompromisslose Härte, stilvoller Bombast sowie ein gutes Händchen generell, musikalische Ideen auf interessante Weise zu verschachteln. Keine aufgesetzten Stilwechsel oder ungelenke Übergänge, PALL OF ENDLESS PERDITION besitzt beeindruckende Melodien und einen angenehmen, eindrucksvollen Fluss, der sich wohltuend von manch anderer in Selbstkopie verfallenen Band absetzt. Wer gerne mit originellem Black Metal vorliebnimmt, der sich dennoch nicht in stilfremden Genres suhlt, sollte Unfelled definitiv eine Chance geben.

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Quelle: METAL HAMMER.de