Kritik zu You, Infinite YOU, INFINITE
Gerade hat die Black Metal-Szene im jahrelangen Kampf mit der Unterscheidung zwischen zwei Batushkas Klarheit gewonnen, da eröffnet sich im Post Rock dasselbe Problem: This Will Destroy You sind seit einigen Monaten in zwei Versionen unterwegs. Nach mehr als zwanzig gemeinsamen Jahren trennten sich die Gitarristen Christopher King und Jeremy Galindo, behielten jedoch erst mal beide den Namen und sind mit unterschiedlichen Line-ups und Setlists unterwegs. Klar soweit? Dann hier noch ein weiterer Spielstein im Kosmos der Instrumentalisten: You, Infinite, das zusätzliche Projekt von Galindo, das er gemeinsam mit Raymond Brown entwickelte, dem 2007 ausgestiegenen Gründungsbassisten von This Will Destroy You. Wer bei diesen also nicht durchblickt, kann sich dem Debüt der neuen Gruppe, dem Band-betitelten YOU, INFINITE, widmen.
Voraussetzung hierfür ist allerdings, ein dringendes Bedürfnis nach einem Hintergrund-Soundtrack für die Abendmeditation zu haben. Wo die bisherigen This Will Destroy You nämlich interessante Verzerrungen, spielerische Arrangements und explosive Klang-Crescendi boten (ein Beispiel dafür ist Browns letztes Werk mit der Band, THIS WILL DESTROY YOU von 2008), wabert YOU, INFINITE eher ziellos vor sich hin. Da ist nichts mit sich aufbäumenden Kompositionen, auf auffällige Ausreißer haben Galindo und Brown verzichtet. Die (immergleichen, sehr ruhigen) Songs sind nett – aber mit diesem Euphemismus für „handwerklich ist außer Langeweile nichts daran auszusetzen“ hat noch niemand einen Preis gewonnen.
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Quelle: METAL HAMMER.de
















