Nachlassempfänger von Brent Hinds erklären ihre Klage
Mastodon hatten zuletzt offenbart, dass sie mit den Erben ihres ehemaligen Gitarristen Brent Hinds gerade nicht auf guten Fuß stehen. Die Nachlassempfänger haben die Prog-Sludge-Metaller verklagt. Es geht dabei unter anderem um die noch nicht ausbezahlten Anteile des am 2025 verstorbenen Lebemanns an der Band und das Artwork des neuen Albums MARROW DEEP.
Richtigstellung
Nun hat sich die Familie von Brent in einem Statement bei Guitar World zu Wort gemeldet. Sie fühlt sich falsch verstanden und möchte ein paar Punkte richtigstellen. „Leider hat sich die öffentliche Debatte weitgehend auf die Verwendung von Brents Abbild durch Mastodon im Artwork für ein neues Album konzentriert. Dabei wurde der Rechtsstreit bisweilen als Versuch seiner Familie dargestellt, sich auf einfache Weise zu bereichern.
Darum geht es in dem Fall jedoch nicht. Nachdem Brent bei Mastodon ausgeschieden war, verlangte er eine Offenlegung der Finanzen, eine Wertermittlung sowie eine geordnete Auseinandersetzung seiner Anteile an Unternehmen, die sich im Besitz der Gründungsmitglieder befanden. Er verstarb, bevor dieser Prozess abgeschlossen werden konnte. Brent hatte bis dahin keinerlei Abfindung für seine Anteile erhalten.“
Ungeklärte Punkte
Dass Mastodon ein Bildnis von Brent benutzt haben, sei wichtig, „weil dies verdeutlicht eine umfassendere geschäftliche Problematik im Zusammenhang mit den Einnahmen aus dem Merchandising. Konkret geht es um die Frage, ob Brents Ausschluss aus der Band seinen – und nun den seines Nachlasses – Anspruch auf eine Beteiligung an den Merchandising-Einnahmen von Mastodon beendet hat. Die verbliebenen Band-Mitglieder führen an, dass Brent nicht an Mastodons neuem Album mitgewirkt habe.
Dennoch entschied sich die Band, ein für ihn charakteristisches Bild zur Vermarktung dieses Albums zu verwenden – und zwar ohne die Zustimmung des Nachlasses. Dies zeigt, dass Brent auch nach seinem Ausschluss und seinem Tod für die Marke Mastodon von Bedeutung geblieben ist. Der Nachlass vertritt die Auffassung, dass sich die Band nicht nach Belieben auf Brents Identität berufen kann, wenn dies kommerziell vorteilhaft ist, während sie gleichzeitig die fortwährende Relevanz seiner Beiträge bei der Wahrung seiner Interessen in Abrede stellt.“
Weiter wollen die Nachlassempfänger von Hinds mit der Klage nicht erreichen, dass „irgendjemand Partei ergreift oder das schmälert, was Brent und seine Band-Kollegen gemeinsam geschaffen haben“. „Ebenso wenig soll die Öffentlichkeit über die Trauer oder die Absichten der Beteiligten urteilen.“ Doch damit nicht genug: Brents Familie wurde „persönlichen Angriffen und Belästigungen ausgesetzt, die auf Spekulationen und Interpretationen aus zweiter Hand beruhten“. Daher ruft sie nun „zu Mitgefühl und Respekt während des laufenden Rechtsverfahrens“ auf.
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Quelle: METAL HAMMER.de
















