Tony Iommi war der größte Einfluss für James Hetfield als Gitarrist

James Hetfield von Metallica hat mal wieder eine kleine Lobrede auf Tony Iommi gehalten. Und zwar setzt der Thrash-Metaller dazu in seiner ‘Riff Life’-Sendung beim Maximum Metallica-Kanal vom US-Radiosender SiriusXM an. So geht für den 63-Jährigen nichts über die Black Sabbath-Ikone: „Für mich ist Tony Iommi der Riff-Lord. Er ist der Gitarrist, der mich am meisten in meinem Rhythmusgitarrenspiel und meinem Songwriting inspiriert hat.“

Gesprengte Ketten

Doch damit nicht genug: James wird konkret und geht auf einen bestimmten Song ein. „Nehmen wir das Riff von ‘Children Of The Grave’. Tony ist offensichtlich der Riff-Meister. Und alle starten gemeinsam das Lied mit diesem einen Riff. Im Grunde baut Tony auf diesem Riff auf und spielt dann diese gewaltigen Akkorde, die den Song richtig öffnen. Ich liebe das Schlagzeug-Overdub, das den perkussiven Charakter des Riffs unterstreicht, sowie die wirklich coolen, gespenstischen Gitarrenklänge ganz am Ende.“

Des Weiteren hielt James Hetfield bei der Einführung von Black Sabbath in die Rock & Roll Hall Of Fame im Jahr 2006 eine Rede. Darin rief der Metallica-Riff-Schmied Erinnerungen daran wach, wie er sich als neun Jahre alter Lausbub in das Zimmer seines großen Bruders schlich. Dort legte er dann — trotz ausdrücklichen Verbots — die Schallplatten von Ozzy Osbourne, Tony Iommi, Geezer Butler und Bill Ward auf. „Diese gewaltigen Riffs erwachten in mir zum Leben und brachten Gefühle zum Ausdruck, für die ich selbst nie Worte gefunden hätte“, rekapitulierte James.

„Sie ließen mich vor Begeisterung schaudern und halfen dabei, die Schale zu sprengen, in der ich feststeckte. Dass ich damit meine Mutter und meine Schwester erschreckte, war ein willkommener Nebeneffekt. Und heute, da der einstige Neunjährige nun als erwachsener Musiker […] zu euch spricht, wird mir klar: Ohne diesen prägenden Sound gäbe es kein Metallica, besonders nicht mit einem James Hetfield. Ich kenne keine zeitlosere und einflussreichere Band. Sie haben mit ihrem wunderbaren Virus Generationen von Musikern infiziert. Bis heute nennen Heavy-Bands sie als prägenden Einfluss. Sie werden geliebt und als die Väter der Heavy-Musik hoch geschätzt.“

An dieser Stelle findest du Inhalte aus Youtube

Um mit Inhalten aus Sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.

Überdies gab Hetfield 1992 in einem Interview bei Guitar World zu Protokoll: „Ihre Album-CVover haben mich echt in ihren Bann gezogen. Ich dachte mir sofort: ‚Das muss ich mir anhören.‘ Und als ich es dann tat, konnte ich es kaum fassen. Ich dachte nur: ‚Wow! Verdammt hart.‘ Black Sabbath waren alles, was die Sechziger nicht waren. Ihre Musik war so cool, weil sie absolut Anti-Hippie war. Ich hasste die Beatles, Jethro Tull, Love und all diesen anderen fröhlichen Mist.


Bestens informiert über dieses und alle weiteren wichtigen Themen im Metal bleibt ihr außerdem mit unserem Newsletter. Einmal pro Woche flattert euch übersichtlich sortiert ein Update ins Postfach. Einfach anmelden, damit euch auch sicher nichts entgeht.

Von Amon Amarth gibt es jetzt ein einzigartiges Sammlerstück – nur zusammen mit der aktuellen METAL HAMMER-Ausgabe! Diesen weltweit exklusiven Patch haben wir gemeinsam mit der Band designt. Jetzt am Kiosk zuschlagen oder direkt portofrei nach Hause bestellen! Alle Infos unter www.metal-hammer.de/amonamarth.



Quelle: METAL HAMMER.de