Kritik zu Arche TRANSITIONS

Arche TRANSITIONS

Funeral Doom, Transcending Obscurity (3 Songs / VÖ: 16.12.)

Im Wiegenland des Funeral Doom ging es 2022 abgesehen von Shape Of Despair im Frühjahr außer­ordent­lich ruhig zu. Zum Jahresende wagen sich jetzt noch Arche im Zeitlupentempo aus der Deckung, TRANSITIONS ist das erste vollwertige Album nach der Debüt-EP UNDERCURRENTS (2015). Eile gehört definitiv nicht zum Wortschatz von Eppe Kuismin, der bis 2019 noch bei den etwas bekannteren Profetus die Kunst des langsamen Riffens zelebrierte. Selbst der Titel-Song, ein schönes akustisches Zwischenspiel mit feinem Tenhi-Vibe, bringt es auf über sechs Minuten – die beiden anderen Songs schlagen rund um die Viertel­stundenmarke ein. Reichlich Zeit also, die Atmosphäre hochzudrehen und dann die Monster-Riffs richtig schön vibrieren zu lassen – also all das, was die zweite Welle des finnischen Funeral Doom ausmacht.

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Arche konzentrieren sich auf das Instru­mentale, die Growls kommen eher sparsam zum Einsatz, was schade ist, denn mehr als ein emotionales Crescendo wie circa zur Mitte von ‘In A Solace Light’ hätte dem Ganzen gutgetan. Für Genre-Freunde hörenswert: eine archetypische, aber hoffentlich in Zukunft nicht Arche-typische Durchschnittsvier.

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Quelle: METAL HAMMER.de