Kritik zu Advocacy THE PATH OF DECOHERENCE

Advocacy THE PATH OF DECOHERENCE

Progressive Metal, Uprising/RED (8 Songs / VÖ: 19.1.)

Obwohl die ­dänische Prog ­Metal-Formation Advocacy auf ihrem Debüt­album THE PATH OF ­DECOHERENCE mit einem Begriff aus der Quanten­physik jongliert (bei der Dekohärenz geht es um die Wechselwirkung geschlossener Systeme), ist ihre Musik gottlob nicht etwa wissenschaftlich orientiert, sondern durch und durch fühlbar. Allerdings – ein gewisser Hang zur Mathematik muss in der Band existieren, denn ihre komplexen Rhythmen und ungewöhnlichen Taktzahlen übersteigen bei Weitem den banalen Vierviertel-Groove traditioneller Rock-Gruppen. Fans von Dream Theater oder Symphony X sind solch anspruchsvolle Zählzeiten gewohnt – für sie sind sie sogar Ausdruck wahrer progressiver Größe.

Apropos: Das Quintett aus Aarhus zeigt nach nur zwei EPs bereits eine erstaunliche spielerische Reife, agiert ausnahmslos virtuos an seinen Instrumenten, glänzt mit dreistimmigen Chören und lässt seinen Frontmann Søren Kjeldsen neben klaren Gesängen auch ein paar Growls einstreuen. Zwar braucht der Zuhörer etwa drei bis vier Durchläufe, bis Melodien und Hooks wirklich im Ohr hängenbleiben, aber auch das gehört in diesem Genre bekanntlich zum guten Ton.

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Quelle: METAL HAMMER.de