System Of A Down-Gitarrist Daron Malakian appelliert für Einigkeit

Kaum eine Band weist solch ein breites politisches Spektrum auf wie System Of A Down. Trotzdem schaffen es die Musiker meistens, sich zusammenzureißen und weiterhin zusammenzuarbeiten. Gitarrist Daron Malakian ruft seine Fans dazu auf, es ihnen gleichzutun.

Keine Sekte

Malakians Video zeigt ihn bei einem Live-Auftritt im Scheinwerferlicht. Er fängt an: „Lasst mich euch etwas sagen: System Of A Down sind keine Sekte. System Of A Down sind eine Band mit vier Mitgliedern. Vier Mitglieder, die gute Menschen sind, die verschiedene Überzeugungen zu verschiedenen Themen haben und unterschiedliche Lösungen zu komplexen Problemen. 

Lasst euch nicht länger von den Medien spalten. Lass euch nicht weiter von der Regierung spalten. Wenn wir es schaffen, gemeinsam auf die Bühne zu gehen, dann schafft ihr es auch, zusammen zu sein.“ Für diejenigen, die nicht mit ihm übereinstimmen findet der Gitarrist klare Worte: „Zieht den Bandwurm aus eurem Arsch!“

Extreme Mitte?

Die politischen Einstellungen von System Of A Down reichen von rechts bis links. Daron Malakian selbst bezeichnet sich als „far middle“. Dazu erklärte er in einem Posting als Reaktion auf den Tod des rechtsextremen Aktivisten Charlie Kirk: „Scheiß auf politische Gewalt! Ich gehöre weder zur extremen Rechten noch zur extremen Linken. Ich gehöre zur extremen Mitte! Unser Symbol ist der Mittelfinger!“ 

In den Kommentaren führte er aus: „Extreme Mitte bedeutet nicht, dass man an nichts glaubt und nur auf dem Zaun sitzt und zuschaut. Extreme Mitte bedeutet, man ist nicht auf einem Team oder Teil einer Schafherde. Man denkt für sich selbst. Kein Gruppendenken!“

Breites Spektrum

Schlagzeuger John Dolmayan ist dagegen dafür bekannt, Fan des amtierenden US-Präsidenten Donald Trump zu sein. Außerdem fällt er immer wieder mit rechtskonservativen Äußerungen auf – zuletzt forderte er die Inhaftierung von Charlize Theron, weil sie vermeintlich gesagt habe, ihre Kinder seien alle queer. Das Zitat stellte sich als falsch zugeordnet heraus.

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Bassist Shavo Odadijan behält seine politischen Meinungen eher für sich. Frontmann Serj Tankian ist dagegen umso deutlicher in Bezug auf Klima oder Menschenrechte. Besonders, wenn es um den Völkermord an den Armeniern geht, nimmt der Sänger kein Blatt vor den Mund. Dennoch verteidigt er auch seinen Schwager, Dolmayan, und dessen politische Ansichten.


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Quelle: METAL HAMMER.de