Kritik zu Sevendust ONE

Nach 30 Jahren Band-Geschichte kann man das Quintett aus Atlanta längst als Institution des Alternative Metal bezeichnen. Dass die Band seit ihrer Gründung – mit nur kurzen Unterbrechungen – noch immer in ihrer ursprünglichen Besetzung spielt, ist ebenso bemerkenswert wie ihre Fähig­keit, auch auf ihrem 15. Studioalbum dynamisch und zeitgemäß zu klingen, ohne dabei ihren wiedererkennbaren Sound aus den Augen zu verlieren. Dieser wird auch auf dem neuesten Werk zu einem großen Teil von der markanten, souligen Stimme des Sängers Lajon ­Witherspoon geprägt. Die Stärke des Albums liegt vor allem in groovenden, walzenden Riffs und emotionalen Hook­lines, was besonders in Songs wie ‘Bright Side’, ‘The Drop’ oder ‘We Won’ zur Geltung kommt. Während der Titel-Song ‘One’ das größte Hitpotenzial besitzt, überzeugt ‘Unbreakable’ mit einem besonders epischen Refrain. Auch elektronische Elemente finden in ‘Threshold’ oder ‘Misdirection’ ihren Platz und verdichten den Sound der Tracks. Sevendust teilen sich derzeit nicht nur die Bühne auf Tour mit Alter Bridge, sondern auch Produzent Michael Baskette, dessen präzise Produktion die Schlagkraft der Riffs zusätzlich hervorhebt. Insgesamt ist ONE ein durchweg solides Album mit vielen starken Momenten. Die einzelnen Songs könnten sich jedoch noch deutlicher voneinander abheben, denn so fehlt ihnen das letzte Quäntchen, um wirklich zu zünden und mitzureißen.

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Quelle: METAL HAMMER.de