Kritik zu Loathe AM I A STRANGER TO YOU
Dass sich die Formation aus Liverpool nach dem Erfolg von I LET IT IN AND IT TOOK EVERYTHING vor sechs Jahren etwas mehr Zeit genommen hat, um sich musikalisch wiederzufinden, zahlt sich auf ihrem neuen Werk deutlich aus: Auf AM I A STRANGER TO YOU wandeln Loathe mühelos zwischen progressivem Metalcore, träumerischem Shoegaze und Post Rock und halten zudem einige Gastauftritte sowie Überraschungsmomente bereit. So rappt im Intro Rapper Bucki Sugar, der auch später im atmosphärischen ‘Athena’ noch einmal zu hören ist. Gleich der erste reguläre Track (‘Block Of Flats’) zeigt eindrucksvoll die Bandbreite des Albums: Nach einem noch zurückhaltenden Beginn vermengen sich ab der zweiten Hälfte hämmernde Techno-Beats und ultratief gestimmte Gitarren zu einer explosiven Mischung, über der sich Frontmann Kadeem France die Seele aus dem Leib schreit. Auf eine ruhige Passage mit verträumtem Klargesang und jazzigem Schlagzeug folgt eine gewaltige Wall Of Sound, die schließlich in einem krachenden Breakdown kollabiert. Auch der Rest des Albums bleibt vielseitig und unvorhersehbar: Neben verträumten Post Rock-Nummern wie ‘Fortress Down’ oder ‘The Way It Breaks’ entfesseln ‘Gemini’ und ‘Revenant’ ein kontrolliertes Chaos. Zu den emotionalen Höhepunkten zählen ‘The Ladder’ sowie das abschließende ‘No Stranger To You’. Trotz seiner stilistischen Vielfalt überzeugt AM I A STRANGER TO YOU als in sich stimmiges und mitreißendes Album, das Lust auf mehr macht.
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Quelle: METAL HAMMER.de

















