AC/DC-Shows machen Spaß, weil sie uns egal sind
AC/DC haben jüngst mit ihrer Tournee durch Nordamerika begonnen. Im Zuge dessen haben Frontmann Brian Johnson und Gitarrist Angus Young bei USA Today ein Interview den aktuellen Abschnitt der „Power Up“-Konzertreise. Konkret ging es darum, wie die beiden Rock-Veteranen angesichts ihres rüstigen Alters von 78 sowie 71 Jahren die Liveshows im Vergleich zu früheren Jahren angehen.
Der Reiz der Überraschung
Darauf entgegnete Brian Johnson: „Ich finde, es ist nach wie vor das Unbekannte. Man ist zwar bestens vorbereitet und kennt alle seine Rollen und Einzelheiten, aber das Unvorhergesehene hält einen trotzdem auf Trab. Man will schließlich sein Bestes geben.“ Angus Young ergänzte hierzu: „Ich mache mir eigentlich nur Sorgen darüber, ob ich stolpern könnte. Das war es auch schon.“
Des Weiteren sinnierte Johnson: „Genau, solche dummen Sachen. Auf der Bühne kann man nicht einfach sofort irgendwelche Dinge tun. Man muss erst lernen, die anderen im Auge zu behalten. Aber mittlerweile machen wir Dinge, an die wir früher gar nicht gedacht hätten. Wir interagieren miteinander. Es macht einfach mehr Spaß, weil es uns inzwischen egal ist. Wenn man jünger ist, nimmt man sich selbst sehr wichtig. Man denkt sich: ‚Ich bin in einer großen Rock’n’Roll-Band.‘ Früher habe ich nie gelächelt oder so — weil ich eben dachte, man müsste das so machen.“
Im März 2026 gab es eine leicht beunruhigende Nachricht von den Hard Rock-Urgesteinen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, musste Rhythmusgitarrist Stevie Young zwischenzeitlich in Buenos Aires ins Krankenhaus. Das Quintett befand sich zu dem Zeitpunkt auf großer Konzertreise durch Südamerika. Der Grund für den Krankenhausaufenthalt blieb geheim. Doch auf Nachfrage der Nachrichtenagentur Reuters gab ein Pressesprecher von AC/DC direkt Entwarnung: „Als Vorsichtsmaßnahme wurde Stevie in ein örtliches Krankenhaus eingeliefert, wo er sich einer ganzen Reihe von Untersuchungen unterzieht. Stevie geht es gut und er ist in bester Laune. Er freut sich darauf, am Montag auf die Bühne zu gehen.“
Umwerfend
Gastspiele von AC/DC sind auf jeden Fall energiegeladene Ereignisse. Wie die Australian Broadcasting Corporation November 2025 vermeldete, haben die Klänge des Konzerts von Angus Young und Co. am 12. November 2025 im Melbourne Cricket Ground buchstäblich die Erde erbeben lassen — und zwar noch zehn Kilometer entfernt. Adam Pascale, der leitende Wissenschaftler am Seismology Research Centre, hat zunächst in seinem circa 3,3 Kilometer vom Stadion weg gelegenen Büro Erschütterungen gemessen. Außerdem hat jemand aus der Nachbarschaft die Stöße sogar noch in einer Entfernung von etwa zehn Kilometern gespürt.
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Pascale erklärt: „Die Schallwellen, die die Leute in der Nähe wahrgenommen haben, indem sie etwas durch ihre Körper gespürt haben, ist das Äquivalent zu dem, was unsere Seismographen aufzeichnen. Wir empfangen die Bewegung des Bodens, wir verzeichnen nicht die Klang, der durch die Luft kommt. Man hat da also Lautsprecher auf dem Boden, die Vibrationen rauspumpen. Und das wird durch den Boden übertragen. Außerdem gibt die Menge, die hoch und runter springt, auch Energie in den Boden ab. Wenn alle mehr oder weniger gleichzeitig hüpfen, führt das tendenziell dazu, dass das Signal verstärkt wird, sodass wir es ein bisschen leichter empfangen können. Wenn sich die Menschenmenge einfach nur irgendwie bewegt, wie beim großen Finale im Melbourne Cricket Ground, können wir das trotzdem noch aufzeichnen.“
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Quelle: METAL HAMMER.de















