Kritik zu Vanaheim ROEDE VOOR DE BORST
Wenngleich Vanaheim erst 2022 mit EEN VERLOREN VERHAAL debütierten, ist es schon erstaunlich, dass die multinationale Truppe noch immer zu den „Kleinen“ gehört. Immerhin strotzt die Musik nur so von Überzeugung, Kraft und Finesse. Das Fünfergespann aus Belgien, Deutschland und den Niederlanden hat hörbar Spaß an dem, was es tut. Und dabei ist das Ganze auch noch gut musiziert, produziert und wahnsinnig mitreißend. Die Ausgewogenheit von epischen Metal-Gelagen, orchestralen Arrangements, erheiternden Violinenklängen und dem rauen Geschrei von Zino van Leerdam passt einfach. Das dürfte nicht zuletzt an den Chorgesängen im Hintergrund (wie bei ‘Kroos en Slijk’) liegen, die einen schönen Kontrast bilden. ‘Het Laatste Licht’ verhält sich zuerst schon beinahe verträumt, wenn da nicht das unheimliche Grunzen von Zino van Leerdam wäre. Das melodisch-schöne Stück verwandelt sich in etwas sehr Düsteres, was dennoch irgendwie passt. ‘Eendracht Maakt Macht’ und ‘De Overtocht’ treiben das Tempo ordentlich voran, als befände man sich mitten in einem Sturm. Die fast siebenminütige Titelnummer ist im wahrsten Sinne das große Finale. Vanaheim nehmen die Hörerschaft mit auf eine spannende Reise in musikalische (und wer es versteht, auch geschichtliche) Gefilde, die sich gewaschen haben. Egal, wie man es dreht und wendet – ROEDE VOOR DE BORST ist einem Meisterwerk schon ziemlich nah.
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Quelle: METAL HAMMER.de

















