25 Jahre TOXICITY, ‘Johnny’ offiziell draußen

In unserer Titel-Story der Maiausgabe des METAL HAMMER (hier bestellen!) haben wir bereits ausführlich das 25. Jubiläum des bahnbrechenden System Of A Down-Albums TOXICITY behandelt. Nun schicken sich Serj Tankian und Co. selbst an, ihr zweites Studiowerk gebührend zu feiern. Und zwar mit einem Re-release, in dessen Rahmen die Alternative-Metaller endlich auch einem Track seine lange vermisste Aufmerksamkeit schenken.

Was lange währt

Und zwar handelt es sich um ‘Johnny’ (siehe unten). Der Song war bislang nur auf seltenen Sondereditionen von TOXICITY zu finden — nun haben ihn System Of A Down zum einen digital veröffentlicht. Zum anderen ist das Stück als 7″-Single zu haben, welche der Vinyledition der Jubiläumsveröffentlichung beiliegt. ‘Johnny’ poltert in seinem zwei Minuten und sieben Sekunden absolut typisch für das Quartett daher: Über ein sperrig-schiefes Gitarren-Riff singt Serj über einen „süßen kleinen Jungen“, und natürlich gibt es auch einen musikalischen Ausbruch im Refrain.

Doch damit nicht genug: System Of A Down haben sich nicht lumpen lassen und die Optik des Albums aufgepeppt. So kommt die CD-Variante in einem neuen Artwork, die Schallplatte erstrahlt in edlem farbigem Vinyl. Und: Neben der ‘Johnny’-7″ findet sich auf TOXICITY der Hidden Track ‘Der Voghormia’, welcher fälschlicherweise oft ‘Arto’ genannt wurde.

Die Band schreibt selbst über die Komposition: „‘Der Voghormia’ ist eine spirituelle armenische Hymne, deren Titel übersetzt ‘Herr, erbarme dich’ bedeutet. Das Stück wird oft zum Gedenken an den Völkermord an den Armeniern aufgeführt, aber auch rituell in Zeiten der Trauer und des Gedenkens. Wenn wir als System Of A Down das Lied live spielen, tun wir dies, um der 1,5 Millionen Menschen zu gedenken, die 1915 ihr Leben verloren.“

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Tracklist — System Of A Down TOXICITY (12’’ Vinyl):

A-Seite:

  1. Prison Song
  2. Needles
  3. Deer Dance
  4. Jet Pilot
  5. X
  6. Chop Suey!
  7. Bounce
  8. Forest

Side B:

  1. ATWA
  2. Science
  3. Shimmy
  4. Toxicity
  5. Psycho
  6. Aerials
  7. Der Voghormia

METAL HAMMER-Autorin Annika Eichstädt kommentiert in ihrer Neubewertung zu TOXICITY: „Das Quartett aus Los Angeles spielt mehr in seiner eigenen grenzenlosen Kiste, als es sich die meisten Bands je träumen lassen. Schon mit SYSTEM OF A DOWN (1998) brachen sie als unerwarteter Gewittersturm über die Musiklandschaft herab, doch zum Zweitwerk haben sie nur drei Jahre später ein Naturphänomen entfesselt, das man nur staunend betrachten kann. Kein einziger Song auf TOXICITY geht ins Leere, kein Placement auf dem Album möchte angezweifelt werden. Wie furchtlos Tempowechsel vonstattengehen, wie ungewöhnlich mit Gesang gespielt wird, wie prägnant politische Botschaften mit ad absurdum geführten Texten kontrastiert werden – und wie klar doch alles ist.“


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Quelle: METAL HAMMER.de