Slayer lassen REIGN IN BLOOD wiederauferstehen

Slayer spielten anlässlich ihres 40. Jubiläums das Album REIGN IN BLOOD in voller Länge. Das Konzert fand am 4. September im Mystic Lake Amphitheater in Shakopee, Minnesota, statt. Dabei standen auch Songs wie ‘Criminally Insane’ oder ‘Piece By Piece’ auf der Setlist, die Slayer erstmals seit mehr als einem Jahrzehnt wieder live spielten.

Von Fans aufgenommene Aufnahmen des vollen Auftritts sind weiter unten zu sehen. Das Album erschien am 20. Oktober 1986 über das Label Def Jam Recordings. Für Slayer markierte es einen wichtigen Wendepunkt: Es war die erste Veröffentlichung der Band bei Def Jam und zugleich die erste Zusammenarbeit mit Produzent Rick Rubin. Unter seinem Einfluss entwickelte sich der musikalische Stil der Gruppe weiter.

Als Slayer den Metal auf den Kopf stellten

REIGN IN BLOOD war sowohl kontrovers als auch kritisch und kommerziell erfolgreich. Heute gilt es als eines der einflussreichsten Alben in der Geschichte des Thrash Metal. Die LP trug massiv dazu bei, Slayer einem Mainstream-Metal-Publikum bekannt zu machen.

Die britische Ausgabe von METAL HAMMER kürte es 2006 zum „besten Metal-Album der letzten 20 Jahre“. Der amerikanische Rolling Stone platzierte das Album auf Platz 6 ihrer Liste aus dem Jahr 2017 der 100 besten Metal-Alben aller Zeiten.

Die ehemalige Arch Enemy-Sängerin Angela Gossow fasste den massiven Einfluss von REIGN IN BLOOD gegenüber Autor D.X. Ferris folgend zusammen: „Jeder, der REIGN IN BLOOD nicht besitzt, hat keine Ahnung von der Geschichte des Metal. Es ist ein Genre-definierender Meilenstein, ein unbarmherziger Angriff einiger der besten Metal-Riffs, die man sich ausdenken konnte.“

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‘Angel Of Death’ sorgte für einen Skandal

Die Veröffentlichung des Albums verzögerte sich aufgrund von Bedenken hinsichtlich der Thematik von ‘Angel Of Death’. Der Eröffnungs-Song bezieht sich auf Josef Mengele und beschreibt Taten wie die von ihm im Konzentrationslager Auschwitz begangenen Menschenversuche.

Die Band verteidigte den Song und stellte sich ausdrücklich gegen den Nationalsozialismus. Gegenüber Knack Magazin erklärte Slayer-Gründungsmitglied Jeff Hanneman: „Ich habe in den Texten nichts geschrieben, was unbedingt darauf hindeutet, dass er ein schlechter Mensch war, denn für mich – nun, ist das nicht offensichtlich? Das müsste ich euch doch gar nicht erst sagen müssen.“

Wie Rick Rubin Slayers Sound neu definierte

REIGN IN BLOOD markierte zugleich die erste Zusammenarbeit von Slayer mit dem renommierten Produzenten Rick Rubin. Ruben war zuvor für seine Arbeit in der Welt des Hip-Hop bekannt, unter anderem mit Run-D.M.C. Rubins damalige Unerfahrenheit als Heavy Metal-Produzent ermöglichte es ihm, sich von den gängigen Klischees des Genres zu lösen.

In einem Interview mit Metal Injection in 2024 beschrieb Rubin seine neue Herangehensweise: „Ich hatte nicht den Ballast der alten Vorgehensweisen […] Und in diesem Fall waren diese Musikformen so neu, dass die alte Vorgehensweise ihre Wirkung geschmälert hätte. Es hätte sie nicht besser gemacht.“

Er beschränkte den Einsatz von Studioeffekten auf das, was er für absolut notwendig hielt. Besonders an der Produktion des Albums sticht hervor, dass Rubin auf Nachhall im Klangbild verzichtet hat. Dadurch entstand der besonders bedrohlich klingende, raue Klang der LP, der die Thrash Metal-Welt maßgeblich beeinflusste.

Slayers Setlist

Die kalifornische Thrash Metal-Band eröffnete die Show mit einem Set aus 13 Songs, bevor sie ihr 1986 erschienenes Album REIGN IN BLOOD in voller Länge spielte.

Die Setlist:

  1. South Of Heaven
  2. Hate Worldwide
  3. Disciple
  4. Mandatory Suicide
  5. Repentless
  6. War Ensemble
  7. When The Stillness Comes (first performance since 2019)
  8. Jihad
  9. Seasons In The Abyss
  10. Born Of Fire
  11. Dead Skin Mask
  12. Hell Awaits
  13. 213

REIGN IN BLOOD Setlist:

  1. Angel Of Death
  2. Piece By Piece (first performance since 2014)
  3. Necrophobic (first performance since 2014)
  4. Altar Of Sacrifice (first performance since 2015)
  5. Jesus Saves (first performance since 2019)
  6. Criminally Insane (first performance since 2014)
  7. Reborn
  8. Epidemic (first performance since 2014)
  9. Postmortem
  10. Raining Blood

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Quelle: METAL HAMMER.de