Kritik zu Night Laser RATS IN THE CRADLE
Harry Chapin- respektive Ugly Kid Joe-Fans dürften sich ob des wortspielerischen Titels des fünften Albums der Hamburger ein Schmunzeln nicht verkneifen. Musikalisch hingegen dürfen auch alle Anhänger der Achtziger-Hard Rock/-Glam Metal-Schule frohlocken, denn RATS IN THE CRADLE steht in genau dieser stilistischen Tradition, wenn auch nicht zu sklavisch. Vielmehr erweitert das Quartett sein Klangspektrum mit unvorhersehbaren melodischen Kehrverskehrtwendungen (‘Make You Mine’), besteht neue powermetallische Prüfungen (‘Defenders’) oder versucht sich in Van Halen-hafter Spaß-Blues-Bearbeitung (‘Blueberry Gin’). Doch auch Gefühlvolles wie etwa das von Axel Rudi Pell-Sänger Johnny Gioeli flankierte, von der Blues- zur Power-Ballade changierende ‘Heart Of The Desert Rose’ oder ‘19CR490’, das gleichermaßen Europe wie Extreme gut zu Gesicht stünde, fügen sich perfekt in das bunt-detailreiche Gesamtbild ein, das Eike Freese (Deep Purple, Helloween) kongenial arrangiert und produziert hat. Dass gen Ende mit dem achtminütigen ‘Goddess In The Sky’ sowohl progressiv-orchestrales Ornament als auch mit ‘You And Me’ dessen Westerngitarren-Lagerfeuergegenentwurf (samt einleitendem pfiffigen Lippenspitzen) aufgefahren werden, macht das Ganze nur noch besser.
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Quelle: METAL HAMMER.de

















