Kritik zu Skáld ØRLǪG
Noch vor sieben Jahren waren Skáld Newcomer, die jedoch schon mit ihrem Debütalbum VIKING CHANT durchstarten konnten. Was seinerzeit vermutlich vorrangig gutem Timing zu verdanken war, hat sich schnell als vielversprechendes Projekt mit viel Können herausgestellt. Mit dem vierten Werk ØRLO˛G und dem Label-Wechsel schlägt die französische Formation ein neues Kapitel der nordischen Folklore auf. Gewohnt stark und eingängig startet das Album mit ‘Draumakona’ und erinnert in seiner Intensität ein wenig an eine Mischung aus ‘Rún’ (2019) und ‘Grótti’ (2020). Nicht minder intensiv geht es mit ‘Myrkviðr’ weiter, wobei hier die Herren der Schöpfung gesanglich glänzen dürfen. Bei ‘Dǫkksalir’ und ‘Ek skal riða’ nimmt die Folk-Truppe etwas Tempo heraus, wodurch die erste Nummer wie eine Art Kinderreim und die zweite wie der Beginn eines Rituals zu Ehren von Yggdrasil klingt. Ähnlich sanft beginnt auch ‘Ratatoskr’, endet jedoch, als würden Skáld das bekannte Eichhörnchen des Weltenbaums beschwören wollen. Gesanglich sticht definitiv ‘Útgarðr’ hervor: Hier wird die volle Gewalt aller (inzwischen sechs Stimmen) ausgepackt, und die Instrumentierung rückt dezent in den Hintergrund. ‘Himinbjǫrg’ ist eine regelrecht tanzbare Nummer, die sich rhythmisch über die Himmelsbrücke Bifröst schlängelt. Einem Theaterstück gleich bildet ‘Eldr ok íss’ das großartig düstere Finale einer gefühlten Zeitreise in die Welt der nordischen Mythologie. Für Fans derlei gearteter Klangwelten ist ØRLǪG zweifelsfrei ein absolutes Muss!
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Quelle: METAL HAMMER.de

















