„Ich bin ein absoluter Einsiedler“

Paradise Lost-Gitarrist Gregor Mackintosh bezeichnete sich in einem Interview mit Headbangers Australia als Einsiedler. Er spendet seine Zeit außerhalb des Rampenlichts am liebsten alleine mit einem guten Buch in der Hand: „Es geht wohl vor allem um die Stille, um die Ruhe.“
Mackintosh: Ich liebe die Einsamkeit
Auf die Frage, wie er sich von langen Tourneen erholt, bezeichnete Mackintosh seine Freizeit als langweilig: „Ich wohne ziemlich abgelegen, quasi mitten im Nirgendwo. Ich lebe allein und bin ein absoluter Einsiedler. Ich liebe die Einsamkeit.“
Der 56-jährige Gitarrist genießt inzwischen sehr die Zeit ohne andere Personen. „Noch vor fünf Jahren hätte ich nie gedacht, dass ich das einmal sagen würde, aber ich mag es einfach, im Garten zu arbeiten und Bücher zu lesen.“
Das Paradise Lost-Mitglied hat bereits genug Trubel durch das viele Touren mit der Band: „Man rennt durch Flughäfen, fährt in verschiedenen Ländern hin und her, trifft unterschiedliche Leute und gibt Konzerte – es ist sehr hektisch. Und dann komme ich wieder zurück und mache daraufhin das Gleiche noch einmal. Ich bin zwar ein Gewohnheitstier, aber es ist schön, diese Ruhe zu haben.“
Wir haben verlernt, Langeweile zu genießen
Dabei bemängelt die Gothic Metal-Größe, dass viele Personen inzwischen verlernt haben, sich in der Langeweile wohlzufühlen: „Manchmal genieße ich es, mich zu langweilen. Das ist etwas, das meiner Meinung nach in der heutigen Welt fehlt: einfach nur dasitzen zu können. So wie [früher], als man im Zug saß, einfach aus dem Fenster starrte und über alles Mögliche nachdachte.“
Vor allem durch digitale Entwicklungen habe laut Gregor unsere Gesellschaft keine Zeit mehr zur Ruhe. „Ich glaube, heutzutage gibt es kaum noch Auszeiten, weil man in jeder freien Sekunde zum Handy greift oder auf den Computer schaut.“
Gregor Mackintosh ist – wie man leicht rauszuhören kann, kein Fan von Handys oder Sozialen Medien: „Ich war noch nie in den Sozialen Medien – das interessiert mich nicht. Ich gehe nicht besonders gerne unter Leute, warum sollte ich das also virtuell tun?“
Paradise Lost spielen unter Sternschnuppenregen
Das 17. Studioalbum von Paradise Lost, ASCENSION, erschien im September 2025. Es war das erste Werk der Gothic Metal-Ikonen nach fünf Jahren.
Paradise Lost spielten auf dem diesjährigen Summer Breeze unter einem Regen von Sternschnuppen im Nachthimmel. Diesen atmosphärischen Auftritt gibt es in der Oktoberedition nachzulesen.
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Quelle: METAL HAMMER.de
















