Kritik zu Temic CEIBA
Die besondere Fähigkeit des mit erfahrenen Musikern besetzten Prog Metal-Ensembles Temic besteht darin, immer wieder Überraschendes zu präsentieren. Mal ist es ein komplexer Groove, der sich urplötzlich in Coolness und Besonnenheit auflöst. An anderer Stelle kämpft Sänger Fredrik Bergersen Klemp über viele Takte mit dem Instrumentenalarm seiner Mitstreiter, um plötzlich elegant und bisweilen sogar mit nur einem Ton, einer Phrase, einer Textzeile das Rennen für sich zu entscheiden. Gleichzeitig entpuppt sich das aktuelle Album CEIBA nicht nur als reifere Fortsetzung des erstklassigen Debüts TERROR MANAGEMENT THEORY, das im November 2023 von der Ankunft dieser vermeintlichen Supergroup kündete, sondern vielmehr das noch mutigere und entschlossenere zweite Kapitel einer überaus talentierten Band. Damit einhergehend war allerdings vor allem Frontmann Bergersen Klemp noch stärker gefordert als vor drei Jahren. Denn mit steigendem Selbstbewusstsein und kompositorischem Mut ging es auch diesmal darum, den Spagat zwischen Anspruch und Eingängigkeit, zwischen Kunst, Kitsch und Klasse in eine gesunde Balance zu bringen. Diesem Ziel wurden Temic mit Bravour gerecht, denn auf CEIBA fallen die ruhigen Momente noch ruhiger und die wilden Passagen noch wilder aus, wodurch ein wunderbar vielschichtiger Gesamt-Sound entstanden ist. Klasse!
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Quelle: METAL HAMMER.de

















