Kritik zu Tungsten ASHES
Das neue Tungsten-Album ASHES beginnt genau so, wie man es von den schwedischen Power-Metallern gewohnt ist: ohne lange Vorreden, auf den Punkt springlebendig, mit wuchtigem Sound und hymnischem Refrain. Der besagte Opener nennt sich ‘Joker’, darf kurzzeitig sogar jodeln (kein Scherz!) und zeigt, worum es den Skandinaviern seit nunmehr fünf Alben geht: um die Transformation des traditionellen Power Metal in die Moderne. Und weil der Kern der Gruppe nach wie vor aus Vater und zwei Söhnen besteht (Schlagzeuger Anders, Gitarrist Nick und Bassist Karl Johansson), klingt dieses hammerhart produzierte Gemisch wie aus einem Guss. Dies liegt allerdings auch am einzigen Nichtfamilienmitglied (Sänger Mike Andersson), dessen warmblütige Stimme die Botschaften der Songs passgenau umsetzt, aber ebenso an manch kurzer Grunzeinlage von Tungsten-Drummer Kalle. Hinzu kommt, dass in ‘Fuego Del Sol’ sogar spanisch gesungen wird, ‘Supernova’ mit dem Ruf eines Kuckucks (auch hier: kein Scherz!) und das folkloristische ‘For Thee’ mit einem Geigen-Part startet. Was trotz unterschiedlicher Ansätze alle elf Songs miteinander verbindet: Man braucht keine Betriebsanleitung, kein Navigationssystem, keinen Kompass, um die Welt von Familie Johansson und ihrem „singenden Anverwandten“ Andersson sofort zu verstehen. Kein Zweifel: Ebenso wie seine vier Vorgänger macht ASHES schlicht und ergreifend Spaß.
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Quelle: METAL HAMMER.de

















