Kritik zu Ram AGAINST

Sieben Jahre nach dem letzten Album melden sich Schwedens Edelmetaller Ram endlich zurück. Und sie haben in der Zwischenzeit glücklicherweise nichts verlernt. Noch immer schreibt die Truppe aus Göteborg traumhaft schöne, traditionelle Hymnen, die sich deutlich von der Stangenware vieler Konkurrenten abhebt. Dabei weisen die Songs eben gerade genug Widerhaken auf, um im Gedächtnis zu bleiben. Und selbst eine gewöhnlich aufgebaute Halbballade wie ‘Leaving’ bekommt durch das vibrierende Organ von Oscar Carlquist etwas Besonderes. Daneben reihen sich Stücke wie ‘Ghost Emperor’, ‘Abattoir’, ‘Against’ (mit schöner Punk-Kante) oder der Rausschmeißer ‘The Final Hour’ (Ohrwurm) nahtlos in die lange Liste von Perlen ein, die diese Band schon auf dem Konto hat. Warum Ram nicht längst auf größeren Bühnen spielen, ist ein Mysterium. Wer ein Herz für ehrlich geschmiedeten Stahl besitzt und sich bisher noch nicht mit dieser Band auseinandergesetzt hat, sollte dies schleunigst nachholen. Viel besser kann es nicht mehr werden.

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Quelle: METAL HAMMER.de