Kritik zu Greta Van Fleet PALACE FOR THE PEOPLE
Als Greta Van Fleet Anfang Mai mit einer 50-sekündigen Clip-Retrospektive aufwarteten, die mit den ambigen Worten „Thanks for the wild ride“ endete, fielen viele Fans aus Angst vor einem Band-Abschied aus den Wolken. Nur wenige Zeit später folgte mit dem ersten Gig seit anderthalb Jahren sowie zwei neuen Songs in der Setlist die Entwarnung. Das Vorangegangene war lediglich Vorbote für das neue Kapitel, das die Band mit ihrem vierten Langspieler aufschlägt. Die Kollaborationspremiere mit Produzent Mike Elizondo (Avenged Sevenfold, Turnstile, Fiona Apple) entpuppt sich als weiterer Freischwimmversuch (auch wenn man in puncto fortschreitender Albumevolution natürlich auch wieder mit Led Zeppelin gleichzieht). Bereits der instrumentale Opener ‘Into The Beginning’ zeugt von der fast schon filmmusikalischen Inspiration, die dem groß gedachten und angelegten PALACE FOR THE PEOPLE innewohnt. Lässt ‘Tear It Down’ noch eine gesteigerte Pop-Sensibilität vermuten, die von ‘Play Your Games’ oder dem zwischen Rush und Suede oszillierenden ‘Dreams You Hold’ erneut aufgenommen wird, bestimmt ansonsten der dynamische Tanz zwischen Psychedelia, Prog und Folkloristischem das Geschehen. Dabei versteht sich Jake Kiszkas Gitarre zuweilen auf und als die richtige (Breitwand-)Rock-Erdung. Vor allem dann, wenn sich Sangesbruder Joshua wie in dem superben ‘Saw Your Stand’ mit Joni Mitchell-Inbrunst in feinste wie schwindelerregende Falsettsphären schraubt.
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Quelle: METAL HAMMER.de















